Linnicher Orgel ermöglicht großes Spektrum

Linnicher Kultursommer : Linnicher Orgel ermöglicht großes Spektrum

Das Konzert des Kirchenmusikers Jens-Peter Enk in der evangelischen Kirche in Linnich im Rahmen des Kultursommers umfasst 300 Jahre Musikgeschichte.

Jens-Peter Enk sitzt seit über 40 Jahren an den Tasten und spielt derzeit über 50 Konzerte im Jahr. Am Wochenende zog es den Kirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche im Rheinland in die evangelische Kirche nach Linnich, die ihn immer wieder verzaubert. „Diese Kirche hat Esprit“, sagte der Organist und betrachtet die Orgel, die für ihn einen ganz besonderen Charakter hat.

Er reiste bereits sechs Stunden vorher an, um die Orgel „einzuregistrieren“. Durch die sogenannten Register werden verschiedene Pfeifengruppen angesprochen, die dann beispielsweise eine Trompete imitieren. Eine Orgel bietet somit unzählige Kombinationen von Instrumenten, die allerdings nicht immer im Einklang sind. Jens-Peter Enk verglich das Einregistrieren mit dem Kochen von Nudeln: „Wenn man dazu Vanillesosse macht, würde man erstmal sagen ‚Das passt nicht‘. So ist das mit der Orgel auch.“ Für das Programm musste sich Enk auf viele Stilrichtungen einstellen, von Johann Sebastian Bach bis Jason Payne wurden über 300 Jahre Musikgeschichte abgedeckt. „Diese Orgel macht aus, dass sie wunderbar gearbeitet ist. Die Größe des Instrumentes ist nicht immer ausschlaggebend“, sagte Enk mit Blick auf die Linnicher Orgel.

Zum zweiten Mal ist Jens-Peter Enk bem Linnicher Kultursommer dabei und kennt die evangelische Kirche in Linnich schon sehr gut. Durch die ehemalige Kantorin kam der erste Kontakt zustande und seitdem ist er immer wieder zu besonderen Anlässen nach Linnich gereist, um auf der Barock-Orgel zu spielen. Stefan Kasselmann vom Linnicher Stadtmarketingverein war auch zum zweiten Mal dabei und besuchte das Orgelkonzert zusammen mit seiner Familie. „Ich habe zur Orgelmusik einen Bezug, weil mein Vater Organist ist“, sagte Kasselmann. „Ich fand einfach die Mischung aus modernen und klassischen Stücken toll.“

(ikr)
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