Linnicher Baumaßnahmen sind eingefroren

Verzögerung in der Innenstadt : Linnicher Baumaßnahmen sind eingefroren

Still und starr ruht die Linnicher Innenstadt. Witterungsbedingt geht gerade nichts mehr bei den Baumaßnahmen zum Integrierten Handlungskonzept (IHK). Grund ist der Frost.

Das teilte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) auf der jüngsten Ratssitzung mit. Wie lange die Rurstraße beispielsweise eine nicht passierbare Baustelle bleibt, ist nicht absehbar. Die ursprüngliche Hoffnung mit einem Abschluss Ende 2018 hat sich nicht erfüllt. Zu groß ist der Handlungsbedarf geworden, der sich gezeigt hat, als die betreffenden Straßen aufgerissen waren.

Schunck-Zenker berichtete von beschädigten Wasseranschlüssen, die um die Weihnachtszeit für Verzug gesorgt hätten. Auch ein defekter Spülhydrant hätte bearbeitet werden müssen. Und jetzt eben der Frost als nächster Verzögerungsfaktor. Im Sommer verhinderten übrigens auch die zu hohen Temperaturen ein Vorankommen der Arbeiten beim Gießen einer Brücke. Der Frost verhindere aktuell auch, dass an der Kultur- und Begegnungsstätte weiter gearbeitet werden kann. Die Mauerarbeiten seien weit fortgeschritten, könnten aber nicht abgeschlossen werden, da das Dach noch fehlt.

Weiter geht es trotzdem. Derzeit liegen der Stadt sechs Angebote für die Gestaltung des Place de Lesquin vor, dem nächsten Bauabschnitt im IHK. „Das sind insgesamt 700 Seiten. Die müssen wir jetzt durcharbeiten. Wir planen die Auftragsvergabe für den 7. März“, gab die Bürgermeisterin Auskunft.

Einigkeit besteht im Rat in der Linnicher Post-Causa. Das Unternehmen hat die Filiale mit integrierter Postbank in der Innenstadt an der Rurstraße im Dezember geschlossen. Rat und Stadtverwaltung wehren sich dagegen. Laut Schunck-Zenker seien sowohl die Postbank als auch die Post kontaktiert worden. „Die Postbank argumentiert mit der Wirtschaftlichkeit“, teilte Schunck-Zenker mit, die auch von den Schreiben mehrerer Bundes- und Landespolitiker an die Post berichtete. Für breites Grinsen im Rat sorgte die von Schunck-Zenker transportierte Aussage der FDP-Bundestagsabgeordneten Katarina Willkomm. „Sie legt den Kunden einen Wechsel zu einem anderen Institut ans Herz.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Friedrich Oetjen betonte, dass es richtig sei, dass Thema immer wieder an die Öffentlichkeit zu zerren. „Entweder kriegen dann alle mit, wie das Post-Management arbeitet, oder das Unternehmen besinnt sich seiner öffentlichen Aufgabe.“

(jan)
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