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Linnich: Virtueller Spendenlauf mit 1000 echten Läufern

Linnich : Virtueller Spendenlauf mit 1000 echten Läufern

Für den Verein ALS – Alle lieben Schmidt sind dank Sportlern aus der Region aber auch aus Afrika und den USA insgesamt 22.000 gelaufene Kilometer und 16.426 Euro zusammengekommen. Der Vereinsgründer ist überwältigt.

Das Ergebnis ist beeindruckend: 22.000 gelaufene Kilometer, rund 1000 Teilnehmer aus dem ganzen Kreis Düren, der Region und sogar aus den USA und Afrika, eine Spendensumme von 16.426 Euro. Der virtuelle Spendenlauf des Vereins ALS – Alle lieben Schmidt war ein absoluter Erfolg. Das findet auch Vereinsgründer und Vorsitzender Bruno Schmidt. „Das ist einfach der Wahnsinn! Mit einer solchen Resonanz hätten wir nicht gerechnet.“

Umgerechnet sei das Ergebnis circa 55.000 Runden auf dem Linnicher Sportplatz, den der Verein in den Vorjahren für den Spendenlauf genutzt hatte, sagt Bruno Schmidt. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte sich der Verein dazu entschlossen, den jährlichen Spendenlauf, der auf die unheilbare Krankheit ALS aufmerksam machen soll, online zu starten. Eine Woche lang hatten die Läuferinnen und Läufer Zeit, ihre Lauf- , Wander- oder Spazierschuhe zu schnüren, ihre zurückgelegten Strecken zu erfassen und mit Beweisfoto per Mail an den Verein zu schicken.

„Diesmal stellte uns der Spendenlauf von Beginn an vor eine große Herausforderung, da uns unser Hauptsponsor der vorherigen Jahre nicht mehr unterstützte. Wir fanden glücklicherweise mit der Firma Blandfort aus Linnich, die 7500 Euro zur Verfügung stellte, einen großartigen neuen Hauptsponsor sowie viele weitere Firmen und Privatleute, die beachtliche Summen zur Verfügung stellten“, freut sich Bruno Schmidt.

Auch für ihn persönlich war die Spendenlaufwoche ein großartiges Erlebnis. „In dieser Woche wurde ich drei Mal aktiv von Mitläufern in meinem Rolli geschoben. Das war superschön“, sagt der Vereinsvorsitzende, der selbst an ALS erkrankt ist und mittlerweile, bedingt durch die Krankheit, weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Wofür die Spenden nun verwendet werden, ist noch nicht ganz klar. „15.000 Euro stellen wir aber auf jeden Fall für die Forschung und die ALS-Ambulanz der Uniklinik Bonn zur Verfügung“, sagt der Vereinsvorsitzende. Aufgrund der positiven Erfahrungen steht eines aber in jedem Fall fest: „Nächstes Jahr werden wir versuchen, den Spendenlauf sowohl auf dem Linnicher Sportplatz als auch am selben Tag parallel virtuell staffinden zu lassen.“ Weitere Informationen: www. alleliebenschmidt.de. 

(ini)