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Kommunalwahl 2020 in Linnich: Kandidatin Marion Schunck-Zenker (SPD)

Bürgermeisterkandidatin Marion Schunck-Zenker : Laufende Projekte am liebsten selbst zu Ende führen

Marion Schunck-Zenker (SPD) möchte Bürgermeisterin von Linnich bleiben und ihre Heimatstadt weiter mitgestalten.

„Bis dahin war Linnich ein wenig im Dornröschenschlaf“, erinnert sich Marion Schunck-Zenker an die Zeit vor ihrem Amtsantritt. Als sie vor fünf Jahren zur Bürgermeisterin gewählt wurde, hat sie sich deshalb zum Ziel gesetzt, in ihrer Heimatstadt Dinge in Bewegung zu bringen, Entwicklungen anzustoßen und einiges neu zu bewerten. „Ich wollte am Ende der Amtszeit sagen können, dass wir angefangen haben, einiges umzusetzen und auf einem guten Weg sind. Und das ist gelungen“, zieht sie ein Fazit. Oder wenn es nach ihr geht: ein Zwischenfazit. Denn den Weg, den Linnich unter ihrer Führung eingeschlagen hat, möchte sie gern weitergehen.

„Wir sind auf einem guten Weg, aber das ist auch noch ein langer Weg“, sagt sie mit Blick auf die Entwicklung der Innenstadt, den Place de Lesquin, die Schulen, Ortschaften und den Haushalt.

Im Bereich der Baugebiete habe sich einiges getan. Das Gebiet in Gereonsweiler sei vollgelaufen, derzeit sei die Straße im Endausbau. Auch in Hottorf seien alle Grundstücke verkauft, in Kofferen sei die Beschlusslage so, dass es vorangeht und für Boslar laufe die Vorplanung.

Die Bürgermeisterin freut sich außerdem, dass im Sommer die erste Oberstufe an der Gesamtschule begrüßt wurde. Schunck-Zenker: „Das war damals eine schwierige und kontrovers diskutierte Entscheidung. Dass wir jetzt mit 50 Schülern starten konnten, zeigt das Engagement der Schulleitung.“ Es sei eine Erfolgsgeschichte und eine vielversprechende Perspektive, dass nun in Linnich alle Bildungsabschlüsse angeboten werden können.

Am meisten Arbeit habe ihr und dem gesamten Verwaltungsteam die Rurstraße als erste Maßnahme des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) gemacht. Für die Anwohner sei die Situation untragbar, für die Gewerbetreibenden wie für alle, die den Umweg fahren müssen ebenfalls sehr schwierig. „Jetzt werden wir neu ausschreiben, den Status Quo beweissichern und schnellstmöglich Abhilfe schaffen“, sagt Schunck-Zenker, erklärt aber auch, dass das mit den derzeitigen rechtlichen Verhältnissen nicht einfach wird. „Ich bedauere sehr, dass die Menschen so lange davon betroffen sind. Wir arbeiten jetzt daran, dass es so schnell wie möglich fertig wird.“

Für 2021 steht der Haushaltsausgleich auf ihrer Agenda. Wegen der Auswirkungen der Pandemie sei sie noch etwas vorsichtig, aber sie möchte gern mitgestalten, wenn Linnich das Haushaltssicherungskonzept verlässt und dafür sorgen, dass dies nachhaltig geschieht.

Größtes Thema bleibt aber das IHK sowie die Verbindung und Entwicklung der Ortschaften gemeinsam mit der Kernstadt. Für laufende Projekte Verantwortung zu übernehmen und diese zu Ende zu führen ist Marion Schunck-Zenkers Motivation, sich erneut als Bürgermeisterin zur Wahl zu stellen. Im Rathaus sei das Team neu aufgestellt, habe in einer ganz anderen Schlagzahl gearbeitet mit Millionen an Fördergeldern. „Das fordert die Kollegen“, lobt die Linnicherin das große Engagement ihrer Kollegen.

Es sei für die Bürger ein gutes Team im Rathaus entstanden, dass in Zukunft noch bürgerfreundlicher und offener agieren soll.
„Als Bürgermeisterin bin ich nicht Einzelkämpferin. Ich arbeite sowohl mit der Verwaltung als auch mit dem Rat im Team“, ist Schunck-Zenker überzeugt und sieht ihre Rolle im Zusammenführen und dem konstruktiven Austausch. „Das hat gut funktioniert und die Stadt in vielen Dingen vorangebracht.“