Wettbewerb „Mobilität für alle“: Japanischer Autobauer entdeckt seine Liebe zu Bruno Schmidt

Wettbewerb „Mobilität für alle“ : Japanischer Autobauer entdeckt seine Liebe zu Bruno Schmidt

Der Verein des ALS-Patienten Bruno Schmidt aus Gereonsweiler gewinnt im Wettbewerb „Mobilität für alle“ eine Großraumlimousine, die dem Vorsitzenden das Leben erleichtern soll.

Bruno Schmidt aus Gereonsweiler, bei dem im Dezember 2014 festgestellt wurde, dass er an der unheilbaren Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) leidet, hat daraufhin das Kürzel auf seine Person umgemünzt und den Verein ALS „Alle lieben Schmidt“ gegründet, der sich für ALS-Patienten engagiert und über die Krankheit und deren Symptome informiert.

Der nimmermüde Einsatz des ALS-Gründers und Vorsitzenden Bruno Schmidt ist im Februar mit der Verleihung des Hertie-Preises für Engagement und Selbsthilfe gewürdigt worden. Gleichzeitig wurde der japanische Autohersteller Toyota auf den Verein, Bruno Schmidt und dessen persönliches Engagement im Zusammenhang mit Behinderung aufmerksam. Zu den letzten Paralympics hatte der Hersteller den Wettbewerb „Mobilität für alle“ gestartet, mit dem der Autobauer einen Zugang zum Markt mit behindertengerechten Fahrzeugen anstrebt.

An dem Wettbewerb hat sich auch der Verein ALS beteiligt, denn die Mobilität ist für Bruno Schmidt gerade ein persönliches Anliegen. So ist die Erkrankung bei dem 53-Jährigen schon so weit fortgeschritten, dass er in und außerhalb des Eigenheims in Gereonsweiler weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Wenn ihn Ehefrau Birgit zu einem auswärtigen Termin brachte, war deren Mini ein denkbar ungeeignetes Vehikel, denn Schmidt hat keine Kraft in den Armen, um sich abzustützen oder aus dem Sitz zu stemmen. Das mussten alles seine Gattin oder andere Helfer übernehmen. Schmidt hatte deshalb schon über den Umstieg auf ein anderes Fahrzeug nachgedacht.

Zusätzliche Rampe eingebaut

Das ist ein ProAce geworden, den Toyota Schmidt und seinem Verein ALS zur Verfügung stellt. Den Einbau einer zusätzlichen Rampe im Heck, so dass er mit dem Rollstuhl ins Innere des Büschens gelangen kann, hat er selbst übernommen. „Es war höchste Eisenbahn“, ist Schmidt froh, dass ihm das Fahrzeug nun zur Verfügung steht.

(ahw)
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