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Polizist verletzt: Betrunkener leistet Widerstand nach Spritztour bei Linnich

Polizist verletzt : Betrunkener leistet Widerstand nach Spritztour bei Linnich

Gleich mehrere Anrufer haben sich bei der Polizei beschwert, weil ein Autofahrer mit quietschenden Reifen durch Linnich fuhr. Der betrunkene Fahrer wurde von den Beamten ausfindig gemacht – und wehrte sich dann heftig.

Der Autofahrer war am späten Montagabend im Ortsteil Ederen unterwegs, was die Anwohner störte. Kurz vor Mitternacht suchte eine Streifenwagenbesatzung den Ort auf, um dem Treiben ein Ende zu setzen. Im Rahmen der Suche meldeten sich mehrere Zeugen, die Hinweise auf das Fahrzeug und den Fahrer gaben. Die Beamten stießen zudem auf einen Mann, der gerade versuchte, an einem Erdgeschossfenster den Rollladen hochzuschieben und durch das gekippte Fenster hindurchzugreifen.

Hierauf angesprochen erklärte der Mann, dort zu wohnen und seinen Schlüssel vergessen zu haben. Auf dem Hof des Wohnhauses fanden die Beamten dann auch den zuvor beschriebenen Wagen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem angesprochenen Mann um den zuvor beschriebenen Fahrer des verdächtigen Fahrzeugs handelte.

Dieser bestritt zunächst, damit gefahren zu sein, wohl auch weil seine Atemluft stark nach Alkohol roch. Der ebenfalls anwesende Vermieter des Mannes bot an, einen Ersatzschlüssel zu holen. Währenddessen gelang es dem 32-Jährigen, das Haus des Vermieters zu betreten.

Der Aufforderung der Polizisten, wieder mit hinaus zu kommen und zwecks Blutabnahme mit zur Wache nach Jülich zu fahren, quittierte er mit Beschimpfungen sowie Schlägen und Tritten. Es entwickelte sich ein Handgemenge, in dessen Verlauf ein Beamter leicht verletzt wurde.

Nachdem Unterstützungskräfte eingetroffen waren, konnte der Mann zur Polizeiwache nach Jülich gebracht werden, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Das Führen fahrerlaubnispflichtiger Fahrzeuge wurde ihm bis auf weiteres untersagt. Eine Überprüfung des von ihm genutzten Fahrzeugs ergab, dass dieses nicht mehr zugelassen war. Die montierten Kennzeichen waren entsiegelt und gehörten ursprünglich zu einem anderen Auto.

Bis zu seiner Ausnüchterung verblieb der Mann zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam.

(red/pol)