"Link in the Chain" tritt im Kulturbahnhof auf

„Link in the Chain“ : Außergewöhnliche Musik im Kulturbahnhof

Die Band „Link in the Chain“ brachte im Rahmen des Projektes „Noiseless“ außergewöhnliche Musik in den Jülicher Kulturbahnhof und sorgte für gute Stimmung beim Publikum.

„Noiseless“ findet seit 19 Jahren im Kulturbahnhof in Jülich statt und es gibt jährlich sechs Konzerte, bei denen verschiedenste Künstler auftreten und Livemusik zum Besten geben.

Virginia Lisken rief nach der Eröffnung des Kulturbahnhofs „Noiseless“ ins Leben und sorgte zusammen mit Arne Schenk dafür, dass Musik nach Jülich kam, die nicht zu laut war. Somit war der Name ebenfalls naheliegend. „Damals haben wir gar nicht damit gerechnet, dass das so lange geht“, erklärte Lisken, die „Noiseless“ ehrenamtlich führt.

Im Januar fand das erste Konzert in diesem Jahr statt und am Mittwoch folgte die Band „Link in the Chain“, die eine Musikrichtung nach Jülich holte, die in Deutschland sehr unbekannt ist.

„Link in the Chain“ wurde Ende 2017 gegründet und kommt aus der Region Niederrhein. „Uns gibt es jetzt seit anderthalb Jahren. Klingt relativ kurz, wir haben aber schon sehr viele Auftritte gehabt“, wusste Rolf Heimann zu erzählen. Die Spielfläche der Gruppe besteht aus Pubs und kleineren Festivals.

Die Band spielt hauptsächlich Bluegrass, eine Musikrichtung, die während des Zweiten Weltkrieges in den Bergen in Kentucky und Tennessee entstand. Sie wurde stark vom Gospel und Blues beeinflusst, die Musik der irischen Einwanderer spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Namensgebung fand durch die Medien statt und orientierte sich an dem „Bluegrass State“ Kentucky, in dem das Gras auf Grund besonders nährstoffreichen Bodens eine blaugrüne Färbung annimmt.

Die Instrumentierung von „Link in the Chain“ entspricht immer noch der Tradition. Ingo Schmitz (Gesang, Gitarre, Banjo), Rolf Heimann (Gesang, Gitarre, Banjo, Dobro, Mandoline, Richter-Harmonika), Veronika von Rüden (Fiddle, Gesang), Stefan Pelzer-Florack (Gesang, Kontrabass) und Ronald Jeurissen (Schlagzeug, Gesang) verbindet die Liebe zur Musik. „Das hat von Anfang an sehr gut geklappt mit uns“, sagte Heimann.

Die Mitglieder von „Link in the Chain“ spielen parallel noch in anderen Bands und machen ganz unterschiedliche Musik. Vom Rock bis hin zum Irish Folk haben sich die fünf Künstler gemeinsam im Bluegrass wiedergefunden und letztlich die Band gegründet. „Jeder kommt aus einer anderen Musikrichtung, aber was wir jetzt machen, haben wir alle noch nicht gemacht, das ist für jeden Neuland“, sagte Veronika von Rüden. Ihr erster Auftritt wurde schon gefeiert und auch das „Noiseless“-Konzert im Jülicher Kulturbahnhof konnte sich hören lassen. Die Kombination der Instrumente sorgte für eine besonders abwechslungsreiche Musik, die gute Laune versprühte. Veronika von Rüden stellte ihr Können mit der Fiddle unter Beweis und ließ ihre Finger nur so über das Griffbrett fliegen. Wie vielseitig der Bluegrass sein kann, stellte die Band direkt unter Beweis. Nebst sehr fröhlichen Liedern wurde auch das ein oder andere melancholischere Stück angestimmt, das den Zuschauern jedoch nicht weniger gefiel.

(ikr)
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