Jülich: Landrat Spelthahn schlägt neues kommunales Dienstleistungszentrum vor

Jülich : Landrat Spelthahn schlägt neues kommunales Dienstleistungszentrum vor

Matthias Hoven (JüL), der einst der SPD angehörte, steht nicht im dringenden Verdacht, ein Parteigänger von Landrat Wolfgang Spelthahn zu sein. Dennoch oder gerade deshalb fiel es ihm leicht, den CDU-Mann im Jülicher Bauausschuss zu loben.

Wenn der Landrat sich einschalte, dann laufe es für und in Jülich besser, meinte Hoven. Spelthahn ist Triebfeder einer Initiative der CDU-Fraktion, die das Thema Sanierung oder Neubau des in die Jahren gekommenen „Neuen” Rathauses überdenken (lassen) will.

Eigentlich hatte der Rat angesichts der Kosten für eine Sanierung des bestehenden Gebäudekomplexes an der Großen Rurstraße gestimmt. Ausgelöst worden war die Aktion durch notwendige Brandschutzmaßnahmen. Diverse Detailplanungen für die Sanierung wurden bereits angestellt.

Dennoch lohnt sich aus Sicht der CDU möglicherweise, an der Stelle des bestehenden Rathauses ein neues Gebäude zu errichten „in Verbindung mit anderen Nutzern”. Die Verwaltung, so der Auftrag, dem die übrigen Fraktionen zustimmten, möge sich hierzu mit der Kreisverwaltung ins Benehmen setzen. Zudem soll geprüft werden, ob weitere Nutzer denkbar sind.

Auf Nachrage unserer Zeitung bestätigte der Landrat, dass er gegenüber Jülicher Vertretern den Bau eines kommunalen Dienstleistungszentrums angeregt habe. „Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, viel Geld in ein marodes Gebäude zu stecken, das danach immer noch alt ist.”

Neben dem Bedarf der Stadtverwaltung gelte es, einen weiteren „Ankermieter” für den Neubau zu finden. Synergieeffekte würden so zu erheblichen Einsparungen führen. Die Stadt könne das Projekt selber realisieren oder „nach privatem Geld” Ausschau halten und die benötigten Räume mieten.

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