Aldenhoven: Laien sollen Gemeindeleben aufrecht erhalten

Aldenhoven: Laien sollen Gemeindeleben aufrecht erhalten

„Nach der Entpflichtung von Pfarrer Lothar Tillmann und der Versetzung von Gemeindereferentin Elke Jodocy sind die Pfarrgemeinden St. Nikolaus Schleiden, St. Martin Aldenhoven, St. Johann Baptist Siersdorf und Hl. Maurische Märtyrer Freialden-hoven seit dem 6. Juni vacant”, heißt es in einer Mitteilung des Bischöflichen Generalvikariates.

Und weiter ist zu lesen, dass „zunächst Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz die Pfarradministration für diese Pfarreien übernehmen” werde.

Vor dieses Problem wurden die vier genannten Aldenhovener Pfarren im Kirchengemeindeverband Aldenhoven-Linnich gestellt. Aldenhovens Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hermann-Josef Meurer hat die Order des Bischofs im neuen Pfarrbrief bekanntgegeben. Die von den Pfarrgemeinderäten mehrfach gestellten Fragen nach der weiteren pastoralen Betreuung können im Hinblick auf die angespannte Personalsituation im gesamten Bistum noch nicht beantwortet werden.

Das war auch schon so, bevor Pfarrer Tillmann nach Aldenhoven kam. Die Seelsorge oblag seinerzeit den beiden Subsidiaren Alfred Bergrath und Josef Hirsch. Heute macht das Josef Hirsch allein, „soweit es ihm möglich ist”, wie es im letzten Pfarrbrief weiter heißt. Für die Sonntagsgottesdienste sowie für Beerdigungen, Taufen und Trauungen werde das Generalvikariat jeweils einen Priester zur Vertretung entsenden.

Diese Dienste werden für die betroffenen Pfarreien durch das Pfarrbüro in Aldenhoven koordiniert, das sich von Fall zu Fall über die Regionalstelle um einen Priester bemüht. Würden die betroffenen Pfarreien fusionieren, wie es der Bischof grundsätzlich anstrebt, um deren Verwaltung zu vereinfachen, könne das Generalvikariat einen Priester auf Abruf entsenden. Zurzeit ist indes nicht erkennbar, dass die Pfarreien bereit sind, ihre Eigenständigkeit aufzugeben.

Die bisher an Wochentagen in allen Pfarreien üblichen Gottesdienste werden voraussichtlich in Zukunft größtenteils entfallen. Hermann-Josef Meurer empfiehlt im Pfarrbrief, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Gefordert sind hier die Laien, das gemeindliche Leben aufrechtzuerhalten. Mehr als bisher werden wohl demnächst Wortgottesdienste angeboten werden müssen. Hierzu betonte Pfarrer Josef Hirsch kürzlich, dass der Wortgottesdienst die gleiche Qualität besitze wie eine Eucharistiefeier mit Priester.

Es bleibt die Hoffnung, dass im Raum Aldenhoven die in der Laienseelsorge ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer sich von dieser Situation nicht entmutigen lassen und trotz eventueller beruflicher Inanspruchnahme sich nach wie vor für das Allgemeinwohl verantwortlich fühlen und die in der Seelsorge auftretenden Lücken schließen werden.

„Der Himmel möge uns dabei helfen.” Mit diesem Hilferuf endete der Situationsbericht von Hermann-Josef Meurer im Pfarrbrief.