Kreis Düren soll drei Indener Kindertageseinrichtungen übernehmen

Kindergartenlandschaft : Kreis soll drei Indener Kitas übernehmen

Ein paar Fragen sind zwar noch offen, aber wenn die zur Zufriedenheit der Indener Kommunalpolitik beantwortet worden sind, wird der Gemeinderat die kommunalen Tageseinrichtungen für Kinder auf den Kreis Düren übertragen, genauer: auf die „Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR“.

Inden In der Tendenz ist die Entscheidung absehbar: Die drei Kindertageseinrichtungen mit elf Gruppen der Gemeinde Inden sollen auf den Kreis Düren und seine „Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR“ übertragen werden. Darüber herrschte grundsätzlich Einigkeit in der jüngsten Sitzung des Indener Rates. Damit sandte das Gremium ein Signal in Richtung Landrat, um das dieser gebeten hatte, nachdem Wolfgang Spelthahn Anfang September im Indener Rathaus Rede und Antwort gestanden hatte. Gleichzeitig gab es noch einen gewissen Vorbehalt seitens der Kommunalpolitik, denn auf besonderen Wunsch der SPD sollten noch eine Reihe von Detailfragen vom Kreis beantwortet werden, die vor allem die Mitarbeiter interessieren.

Zahlreiche Beschäftigte der Einrichtungen in Lucherberg (“Villa Sonnenschein“), Frenz (“Wichteltreff“) und Lamersdorf (“Peppino“) saßen auch im Publikum. Eigentlich hatten Landrat und Kreisverwaltung auch schon die gewünschten Antworten geliefert, aber das hatte sich laut SPD-Fraktionschef Rudi Görke unmittelbar mit dem Beginn der Ratssitzung überschnitten, so dass keine inhaltliche Prüfung mehr möglich war.

Wenn die Belange der Mitarbeiter berücksichtigt sind, wovon der Indener Rat mehrheitlich ausgeht, dann wird die Gemeinde die Übernahme der Trägerschaft durch die Arbeitsgemeinschaft öffentlichen Rechts beim Kreis beschließen. Die Verwaltung hatte überschlägig ermittelt, wie die finanziellen Konsequenzen aussehen. Laut Kämmerer Michael Linzenich wird der Vorteil - aktuell - bei netto rund 700 000 Euro liegen. Den 720 000 Euro, die im Indener Haushalt für die drei Kitas veranschlagt sind, stehen knapp 17 000 Euro gegenüber, die von der Gemeinde mehr an Kreisumlage zu zahlen wären.

Bürgermeister Jörn Langefeld erklärte auf Nachfrage, dass es im Kreis der Hauptverwaltungsbeamten mehrere Vorstöße gegeben habe, die Solidargemeinschaft aller Kommunen, die es mit dem „Kindergartenpool“ gab, zu erhalten, sie seien aber gescheitert. „Die Solidarität erfolgt jetzt über die Kreisumlage“, sagte der Verwaltungsleiter. (-vpu-)