Fußball Kreisliga A: Konsequenzen bei Jülichs 10ern

Fußball Kreisliga A : Konsequenzen bei Jülichs 10ern

Wenn Jülichs Trainer Michael Hermanns auf das letzte 0:2-Heimspiel gegen die SG Vossenack-Hürtgen blickt, dann mit Grausen. „So schlecht haben wir noch nie gespielt, es war vom Papier her Not gegen Elend. Schlechter kann es einfach nicht werden.“

Hermanns nahm kein Blatt vor dem Mund, kündigte deshalb auch vor dem morgigen Spiel, erneut zu Hause, gegen den SC Merzenich Konsequenzen an. „Die Mannschaft wird komplett umgekrempelt, sie wird ein neues Gesicht erhalten“, bekräftigt der SC-Trainer.

Denn nicht nur die zwei verschossenen Elfmeter - „so etwas habe ich noch nie erlebt“ - nagen an seinem Fußball-Sachverstand. „Nein, wir haben alles vermissen lassen, was wir eigentlich können. Das hatte mit Fußball nichts mehr zu tun.“ So erwartet er gegen Merzenich eine Trotzreaktion. „Nein, ich spreche hier nicht von irgend einem Ergebnis.

Nein, ich will nur sehen, dass wir uns anderes präsentieren können. Und auch müssen.“ Ob die unter der Woche stattgefundenen Gespräche Früchte tragen, das werden die 90 kommenden Minuten zeigen. Denn für Hermanns steht eines fest: „Wenn wir so spielen wie gegen die SG, dann werden wir auch das Spiel gegen das Schlusslicht verlieren.“

Dass der SCJ nicht sattelfest sein wird, darauf vertraut der Gast aus Merzenich. Der sich trotz der bisherigen Null-Nummern — man wartet noch auf den ersten Saisonpunkt — gut genug sieht, auch Tore zu machen, endlich einmal zu punkten. Tore, die den „Zehner“ bisher fehlen. Denn magere sieben Treffer verdeutlichen, woran es hapert. „Wir machen trotz guter Chancen einfach keine Kisten“, sagt denn Michael Hermanns sehr selbstkritisch.

(hfs.)