"Konfettiball" zum letzten Mal in der Stadthalle

Zwei Partys : Emotionaler Abschied aus der Stadthalle

„Wir lassen uns das Feiern nicht vermiesen, wir gehen nicht in Sack und Asche. Für 2020 werden wir eine Lösung finden.“ Das versprechen die Präsidenten oder deren Vertreter der vier großen Jülicher Karnevalsgesellschaften.

Sie präsentieren, zum allerletzten Mal in der Stadthalle, an Weiberfastnacht den schwungvollen fünften „Konfettiball“ der früher jahrzehntelang „Industrie- und Behördenball“ hieß.

Die Rede ist von David Ningelgen und Jörg Schlader von der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus, die in ihrem jecken Jubiläumsjahr 29 x 11 die Federführung der Ausrichtung inne hat. Niels Bode von den „Rursternchen“ die in diesem Jahr „hospitieren“, ferner Jörg Bücher von der „Ulk“ und Frank Kutsch und Uwe Grotheklaes von den „Rurblümchen“. Der beliebte Konfettiball wird wieder mit zwei DJs auf zwei „floors“ gefeiert, mit Konfettikanone und der super Liveband „Fahrerflucht“ aus Baesweiler. Speis und Trank gibt es in der Halle und im Zelt im Innenhof.

Der Ball startet an Weiberfastnacht, 28. Februar, um 14.11 Uhr, der Eintritt kostet acht Euro. Ausnahmecharakter hat ein zweites Event, das die vier Gesellschaften präsentieren. „Mir trecke us Finhalle“ ist Motto des Abschlussabends in der Stadthalle. Zu beiden Veranstaltungen eingeladen sind vor allem alle Jülicher Vereine, die ihre Events bislang in den „Heiligen Hallen“ ausgerichtet haben.

Mit einer Prise Wehmut, aber dennoch mit mächtig Stimmung geht die Abschlussveranstaltung im doppelten Wortsinn mit einem DJ am Veilchendienstag, 5. März, ab 19 Uhr über die Bühne der Halle, der Eintritt beträgt lediglich zwei Euro. Verabschiedet wird sich natürlich von der Stadthalle, aber auch vom Lazarus Strohmanus. Die Strohpuppe fand kurz zuvor unter großem Wehklagen der Lazarusbrüder und vieler Gäste ihren feurig-nassen Tod in der Rur. Der letzte Besentanz wird in der Stadthalle getanzt. Wie sie hoch und heilig versprechen, zapfen die vier Präsidenten persönlich das Bier.

In den 60er Jahren ist laut David Ningelgen der spektakuläre Abschluss des „heiligen“ Veilchendienstags der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus immer in der Stadthalle gefeiert worden, später im Haus Hesselmann. „Früher haben die Leute noch frei gekriegt am Veilchendienstag“, betonte Ningelgen und hofft, dass zu diesem Anlass viele Arbeitgeber einen Urlaubstag genehmigen. „Die Geburtsstätte der Blümchen war im Kolpinghaus, das am Platz der Stadthalle stand“, bemerkte Kutsch. Der Kartenvorverkauf für beide Veranstaltungen läuft zunächst über die vier Gesellschaften, ferner die Allianz-Versicherung Frank Müller in der Großen Rurstraße 58.

Ferner ist ein „kleiner Kartenvorverkauf“ innerhalb des Frühschoppens am 9. Februar ab 11 Uhr im Lokal „Bastei“ geplant. Die verbleibenden Eintrittskarten für beide Veranstaltungen sind an der jeweiligen Tageskasse erhältlich.

(ptj)
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