Rurdorf: Königspokal geh an die Linnicher Schützengilde

Rurdorf : Königspokal geh an die Linnicher Schützengilde

Rolf Schönrang aus der Linnicher Schützengilde gewann mit dem 44. Schuss auf den doppelten Holzvogel im Rurdorfer Schützenhaus den großen Königswanderpokal. Damit setzte er sich gegen insgesamt acht weitere ehemalige und amtierende Schützenmajestäten durch, die reihum auf den Vogel angelegt hatten.

Die anwesenden Schützen applaudierten, ließen ihn hochleben und stimmten das Lied „Wir haben es schon oft getan“ an. Würdiger Rahmen war die traditionelle Vereinsmeisterschaft der Vereinigten Schützengesellschaften Linnich. Wegen der Umbauarbeiten auf dem Place de Lesquin im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes waren die Linnicher Schützengesellschaften zu Gast bei den Pankratius-Schützen in Rurdorf — und sehr dankbar dafür.

„Wir versuchen, irgendwann in Linnich etwas Eigenes aufzubauen. Wir sind in engen Verhandlungen mit der Stadt“, betonte Michael Havertz, stellvertretender Vorsitzender der Vereinigten. Er sicherte sich mit seinem zweiten, insgesamt 14. Schuss auf den Vogel den Schützenpokal. Jeder anwesende Schütze durfte an dieser Wettbewerbsrunde teilnehmen, die Wettkämpfer waren zu elft.

Den Damenpokal verdiente sich Marion Hommens mit ihrem zweiten und dem insgesamt siebten Schuss gegen vier Mitbewerberinnen. Damen sind nicht Mitglied der Schützengesellschaften, teilnehmen durften aber Schützenfrauen und letztendlich alle weiblichen Gäste.

Der stabile Holzvogel für den königlichen Wettbewerb bestand aus zwei aufeinander befestigten Holzschablonen und fiel dadurch weniger schnell als die Vögel für die anderen Wettkämpfe. Mit dem 19. Schuss zerbarst die erste Hälfte des Vogels, hierfür erntete Schütze Willi Kuhl Sonderapplaus. Die abschließende feierliche Pokalübergabe an die Gewinner übernahm Christian Frenken, Schießmeister der Schützengilde.

Als Gast der Vereinigten Schützen betonte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker ihre Wertschätzung für die „super wichtigen Traditionsvereine“ und deren „totale Kompromissbereitschaft“ während des Umbaus dere Innenstadt. Das Linnicher Schützenfest vom 26. bis 31. Mai soll ein „normales Schützenfest auf dem Schützenplatz“ sein. Nur der Zugweg über die Rurstraße sei nicht möglich. „Dadurch wird er ein kleines bisschen länger“, sagte die Bürgermeisterin mit einem Lächeln.

Modus ändert sich 2019

Die Modalitäten der Vereinigten Schützengesellschaften ändern sich 2019. Die St. Hubertus-, die St. Sebastianus-Schützengesellschaft und die Schützengilde ermitteln im selben Jahr durch Vogelschuss den König, was bislang reihum geschah. Das gesamte Königshaus der so ermittelten Majestät soll inklusive Adjutanten der Schützengesellschaft des Königs entstammen. Die Amtszeit des Schützenkönigs wird gleichzeitig von bisher drei auf ein Jahr verkürzt. Die Vereinigten Schützengesellschaften erhoffen sich durch diese Änderung „bessere Wettbewerbe“.

Die Neugestaltung der Königskette befinde sich derzeit noch in der Entwicklung.

(ptj)
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