Knipprath-Stadion Jülich: Eine Kunstrasenplatz in zentraler Lage

Kunstrasenplatz in zentraler Lage : Im Knipprath-Stadion soll ein Aschenplatz ersetzt werden

Das Karl-Knipprath-Stadion soll einen Kunstrasenplatz erhalten. Zudem sollen die Leichtathletikanlagen instandgesetzt werden. Der Rat folgte damit am Donnerstag einstimmig einem Antrag der CDU – allerdings unter einem Vorbehalt.

Rund 800.000 Euro soll es nach Angaben der Verwaltung kosten, einen bestehenden Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Das ist noch die günstigste Variante. Der Umbau des Rasenplatzes samt Tartanbahn hätte gar 1,5 Millionen Euro gekostet. Ziel der CDU ist es, an dieser Stelle eine zentrale Freizeitstätte zu schaffen, die nicht nur den beiden dort beheimateten Vereinen Jülich 10/97 und Jülich 1912 zur Verfügung stehen soll. „Alle Vereine sollen die Möglichkeit haben, diesen Platz zu nutzen“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Capellmann.

Sparmaßnahmen

Das gilt auch mit Blick auf die parallel vom Rat beschlossenen Sparmaßnahmen im Bereich der Fußballvereine. Die sehen unter anderem vor, dass der Kircherberger Sportplatz „Im Rheinfeld“ aufgegeben wird. Die Germania wäre deshalb neben der Alemannia aus Bourheim ein Aspirant für die zusätzliche Nutzung des Kunstrasenplatzes. In Bourheim soll der Sportplatz künftig nur noch Bolzplatzniveau haben. Zusätzlich soll die modernisierte Anlage auch von den Schulen genutzt werden können.

Frey fordert Kostenbeteiligung

Das alles war im Rat unstrittig, zumal ein grundsätzlicher Beschluss, an dieser Stelle einen Kunstrasenplatz zu schaffen, bereits im Oktober gefasst worden war. Heinz Frey, Fraktionsvorsitzender der UWG Jülich, kritisierte allerdings eine fehlende Bedarfsermittlung und vage Angaben zu den Pflegekosten. Frey erinnerte zudem daran, dass man bei anderen Vereinen eine Kostenbeteiligung von bis zu 50 Prozent erwartet habe, wenn ein Kunstrasenplatz realisiert worden sei. Parteikollege Christian Klems legte in diesem Punkt noch nach.

„Andere Vereine haben viel Geld in die Hand genommen, um ihre Sportplätze zu realisieren. Ein entsprechendes Signal sollte auch aus Jülich kommen“, forderte er. Die Frage, inwieweit die Vereine die Instandhaltekosten übernehmen können, soll nun noch einmal abgeklärt werden. Zur Finanzierung stehen Mittel des Landes zur Verfügung, weitere Fördermöglichkeiten sollen noch geklärt werden.

(bugi)
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