Jülich: Kinderkrebsstudie für Jülich gefordert

Jülich: Kinderkrebsstudie für Jülich gefordert

Nach unseren Berichten über den Störfallbericht einer Expertengruppe, die den AVR-Versuchsreaktor in Jülich näher untersucht hat, erneuert der Jülicher Siegfried Faust die Forderung nach einer Kinderkrebsstudie für die Herzogstadt, die 2010 vom AVR-Betreiber abgelehnt worden ist.

Faust ist Sprecher des Aktionsbündnisses „Stop Westcastor“ und Stadtverordneter der Grünen. Einen entsprechenden Antrag hatte Faust 2010 — noch als Mitglied der Linken — gestellt und eine Mehrheit gefunden. Die jüngsten Veröffentlichungen in unserer Zeitung bringen den Ratsherren zu dieser Einschätzung: Das Gefahrenpotenzial müsse „unter Berücksichtigung der aktuellen Ereignisse grundlegend neu bewertet werden“.

Um „endlich Gewissheit zu erlangen“ sei eine solche Studie vor Ort unerlässlich, das seien die Betreiber den Menschen in Jülich schuldig, argumentiert Siegfried Faust. Zur Finanzierung müssten die „Verantwortlichen dieses gescheiterten Abenteuers“ herangezogen werden.

Die AVR GmbH hatte eine solche Studie mit Schreiben vom 31. März 2010 abgelehnt: „Die von Ihnen genannte Störung aus dem Jahr 1978 wurde seinerzeit und in der Folge umfassend und abschließend durch Gutachter, Behörden und unabhängige Experten behandelt.“

Alle Beteiligten Institutionen seien zu dem Ergebnis gekommen, dass „zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Menschen und Umwelt innerhalb und außerhalb der Anlage bestanden hat“.

(-vpu-)