Jülich: Kindergartenkinder zeigen Werke im Hexenturm

Jülich : Kindergartenkinder zeigen Werke im Hexenturm

Die kleinen Besucher des integrativen Kinderhauses „Villa Kunterbunt“ haben ihre Werke wie richtige Künstler im Hexenturm ausgestellt. Die abstrakte Kunst im Mittelpunkt, zeigten die kreativen Schöpfer in der Ausstellung „KunterbuntKunst“ rund 50 Werke unterschiedlicher Art.

Von Kollagen über die Nutzung von Pastellkreide bis hin so Objekten aus Beton und Holz nutzen die 34 Jungen und Mädchen in ihren Arbeiten unzählige Techniken. Das Ergebnis war eine sehr farbenfrohe und vielseitige Ausstellung.

Bei der Vernissage stellte die Leitung des Kinderhauses, Monika Langthaler, die Kinder zunächst namentlich vor. Das Plenum aus Eltern und Kunstinteressierten, die kaum alle in den Raum der Eröffnung hineinpassten, antwortete mit lautem Applaus. Die Jungen und Mädchen grinsten sichtlich nervös und traten teilweise von einem Bein auf das andere.

Dann erklärten Mitglieder des Jülicher Kunstvereins, die mit der „Villa Kunterbunt“ das Projekt der kunstpädagogischen Arbeit in Kooperation durchführen, die Besonderheit der Kunst aus Kinderhand.

„Die Werke sind unverstellt und spontan. Derartig die Arbeiten aus sich heraus entstehen zu lassen ist für erfahrene Künstler mit eingefahrenen Arbeitsweisen manchmal gar nicht mehr so einfach“, sagte Kirsten Müller-Lehnen, die Vorsitzende des Jülicher Kunstvereins, und Michael Küpper, seines Zeichens zweiter Vorsitzender und darüber für die Jugendarbeit im Kunstverein zuständig, sagte weiter: „Kinder erkennen die Themen von fremden, abstrakten Bildern oft schneller als jeder Erwachsene. Das zeigt das Talent, das die jungen Künstler in sich haben.“

Die Kunstwerke der Kinder wurden während der Ausstellung zum Verkauf angeboten. Wie Monika Langthaler berichtete, hatte so nach Ausstellungsende rund die Hälfte der Kinderkunst einen neuen Besitzer gefunden. „Die Einnahmen werden für die Finanzierung der kunstpädagogischen Arbeit genutzt“, so Langthaler. Die genaue Summe konnte nicht mitgeteilt werden.

Mehr von Aachener Nachrichten