Jülich: Kindergarten getauscht

Jülich: Kindergarten getauscht

Was die Jülicher Kindergartenleiterinnen Ingrid Schröder und Sandra Caspers praktiziert haben, ist äußert selten: Die beiden tauschten „mit Kind und Kegel” ihre Arbeitsstellen.

„Montags haben Lkw vor der jeweiligen Einrichtung geparkt, die sich dann praktisch in der Mitte getroffen haben. Jeder Buntstift, jeder Tisch ist mitgekommen”, sagte Caspers. Sie zog von der katholischen Kindertagesstätte St. Rochus, getragen von der Kirchengemeinde, in die ebenfalls katholische Einrichtung „Auf der Bastion” am Aachener Tor um.

Jede Menge Umbauarbeiten

Der Grund ist: Kollegin Schröder wollte „integrativ arbeiten”, wozu sich die Einrichtung St. Rochus anbietet. Caspers bevorzugt die U 3-Betreuung - das ist der Schwerpunkt im profinos-Kindergarten „Auf der Bastion”.

Zu diesem Zweck fanden in letzterem viele Umbauten statt, die zum neuen Kindergartenjahr abgeschlossen sein werden. Die baulichen Veränderungen im Innenbereich übernimmt der Träger „profinos”, die im Außenbereich trägt der Förderverein.

Ein „bedingungsloses Ja” äußerte Caspers auf die Frage nach Zufriedenheit mit diesem ungewöhnlichen Schritt.

Das Ereignis wurde beim Kindergartenfest gebührend gefeiert: Ziel einer Kindergartenrallye mit Preisverleihung war, das umgebaute Haus „komplett kennenzulernen”.

Zudem waren Klein und Groß zum Pfeilewerfen und zum Geschicklichkeitsspiel „Der heiße Draht” eingeladen: Dabei muss eine Drahtöse durch eine Drahtschlange bewegt werden, ohne sie zu berühren. Sonst ertönt ein lautes akustisches Signal.

Am Nachmittag begeisterte ein Feuerspucker mit seinem Können. „Der große Renner” ist allerdings die Vogelnestschaukel im neu gestalteten Außenbereich.

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