kfd Titzt feiert Jubiläum

Jubiläum : „Gemeinsame Frauenschritte auf dem Weg des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung“

Am Tag des Erntedankfests und nur einen Tag nach dem 90. Jubiläumsfest des Bundesverbandes Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands e. V. (kfd) feierte die kfd Titz ihr 50-jähriges Bestehen.

„Vor 50 Jahren haben sich Frauen gemeinsam auf den Weg gemacht, um das Leben des Dorfes und der Pfarrgemeinde St. Cosmas und Damian mit zu bestimmen“, sagte die Gemeindereferentin der GdG Titz Brigitte Kraut zum Auftakt der Wortgottesfeier in der Titzer Pfarrkirche.

„Sie haben sich auf den Weg gemacht, um sich gegenseitig zu stützen und im Glauben zu stärken“. Eine lange Reihe von Frauen schilderte dann mit wenigen Worten und der Niederlegung einer jeweils symbolischen Gabe vor dem Altar die Ziele und Aufgaben Ihres Vereins. Es sei wichtig, eine Position in gesellschaftlichen und politischen Fragen zu beziehen und in diesem Zusammenhang tatkräftig und finanziell soziale Projekte in der Kooperation mit anderen Organisationen und Vereinen zu unterstützen.

Miteinander Leben, einander zu respektieren und auch zusammen feiern heißt es in der Frauengemeinschaft, sich auf allen Ebenen als Teil der Kirche und des Dorfes für die Gemeinschaft einzubringen. Dieses äußert sich praktisch im Gestalten von Gottesdiensten und Gebetsstunden, in der Vorbereitung und der aktiven Teilnahme an den Wallfahrten, aber auch in der gezielten Mitwirkung am Dorfleben.

Dazu zählen die Organisation von Weihnachtsfeiern für Senioren, Kochen mit und für die Kinder sowie Geburtstags- und Krankenbesuche. Die kfd in Titz soll zudem als Ort der Begegnung und des Austauschs verstanden werden. Zu dem, was die Menschen verbindet, gehören unter anderem Spaß und Erlebnis, welche bei den von der kfd organisierten Ausflügen, Karnevalssitzungen, Adventsbasaren und anderen Festen zum Gemeinschaftsgefühl beitragen. Die Voraussetzung für diese Aktivitäten wird mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit des Vorstands und der Helferinnen geschaffen.

Brigitte Kraut sprach in der Anlehnung an das Evangelium von Lukas von vielen Frauen, die Jesus auf seinen Wanderungen folgten und die Verbreitung des Evangeliums unterstützten. „Es waren viele und nur die wenigsten wurden namentlich genannt“, erläuterte sie, „so ist es bis heute. Viele Frauen verkünden aus ihrer Überzeugung die Botschaft der Liebe und des Friedens“. Es seien Frauen, die sich für die Menschlichkeit einsetzen und ehrenamtlich Hilfe für Mitmenschen leisten, dabei schenken sie ihnen das Kostbarste, was sie besitzen- ihre Zeit.

Sichere Zukunft

Im Namen der Gemeinde Titz bedankte sich die Gemeindereferentin für 50 Jahre Einsatz im karitativen Dienst sowie für die Bereicherung im geselligen Miteinander. Sie wünschte der Frauengemeinschaft für die Zukunft „noch viele weitere gemeinsame Frauenschritte auf dem Weg des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung“. Ein besonderes Geschenk wurde dem Verein in Form eines freudigen Liedes in der Darbietung des Chors „pro musica“ überreicht. Unter der Leitung von Elena Kelzenberg untermalte das Ensemble die Wortgottesfeier mit lebensfrohen Kirchengesängen in musikalischer Begleitung von Blockflöten und Klavier.

Die guten Wünsche für die Zukunft wurden von den Frauen in Titz gerne entgegengenommen. Mit 150 eingetragenen Mitgliedern und vielen sympathisierenden Frauen in der Gemeinde sei die Zukunft des Vereins vorerst gesichert. Der aktuelle Vorstand wird sich jedoch bei der Jahreshauptversammlung im Dezember 2019 nicht mehr zu Wahl stellen. „Es ist Zeit, dass die jüngeren Frauen nachrücken“, sagt die Schriftführerin Marita Reitz, die bereits seit elf Jahren im Vorstand tätig ist.

„Unsere 1. Vorsitzende Gerti Schiffer ist seit 16 Jahren im Amt, die Vizevorsitzende Marianne Bender ist schon ewig dabei und auch die Kassiererinnen Marita Dreesen und Annette Haustein arbeiten seit Jahren im Vorstand“, erläutert Reitz, „und langsam wird die neue Generation gefragt“. Sie sieht die kommende Vorstandswahl und die weitere Entwicklung der Frauengemeinschaft in Titz nicht als gefährdet an. „Bereits jetzt werden fünf Frauen in unsere Arbeit miteinbezogen“, sagt sie, „zu unserer Freude haben sie sich dazu bereit erklärt, und wenn sie sich demnächst zur Wahl stellen, werden wir noch viele Jahre in Titz präsent sein“.

Mehr von Aachener Nachrichten