Jülich: Keulenschlag ins Kontor des TTC zum Jahresauftakt

Jülich : Keulenschlag ins Kontor des TTC zum Jahresauftakt

Zum Jahresbeginn gleich einen Schlag mit der Keule kassierten die Tischtennis-Profis des TTC Indeland Jülich. Vor eigenem Publikum musste der Tabellenletzte in der zweiten Tischtennis-Bundesliga eine deutliche Niederlage gegen Borussia Dortmund einstecken. Und geht damit auch einer immer schwierigeren sportlichen Zukunft entgegen.

Völlig unverständlich begannen die beiden Jülicher Doppel. Brian Afanodor/Aliaksandr Khanin gegen die Dortmunder Majoros/Szudi führten nach zwei Sätzen 2:0 und verloren anschließend einigermaßen überraschend alle drei Sätze. Und auch die bis dato zuverlässige Paarung Martin Allegro/Tobias Rasmussen hatte gegen Fadeev/- Botroff keine Chance. Zweimal schafften es die Jülicher in die Verlängerung, jedes Mal ging der Satz an die Dortmunder.

Nach dem Rückstand in den Doppeln erhöhte sich folgerichtig der Druck für die Einzel. Im oberen Paarkreuz schaffte immerhin Allegro einen Sieg gegen Szudi, allerdings auch erst nach fünf Sätzen. Der Auftritt von Afanador gegen Majoros war kurz. Aber kaum jemand hatte auch damit gerechnet, dass der Puerto Ricaner auf Anhieb im oberen Paarkreuz würde punkten können. „Der Unterschied ist schon spürbar“, gab er hinterher zu. „Ich muss mein Trainingspensum deutlich erhöhen. Wichtig sind für mich zunächst einmal die Erfahrungen, die ich sammle.“ Sein Potenzial war erkennbar, braucht aber noch Konstanz.

Hilflosigkeit

Damit lag der TTC zur Pause bereits 1:3 zurück. Die Last der Verantwortung rückte ins untere Paarkreuz. Mit Botroff bekam es Khanin nach seiner Genesung gleich mit einem erfahrenen Gegner zu tun, der mit Übersicht und einer klugen Spielweise dem Weißrussen den Schneid abkaufte. Khanins Körpersprache sprach Bände. Wiederholtes resignatives Ackselzucken waren Ausdruck der Hilflosigkeit.

Die Überraschung des Tages — allerdings im negativen Sinne — lieferte Tobias Rasmussen gegen Fadeev. „Ich hatte sicher mit einem Sieg von Tobias gerechnet“, sagte ein enttäuschter Trainer Miroslav Broda hinterher. Der Dortmunder brauchte nicht einmal fünf Sätze, um klar zu machen, wer Herr an der Platte war. Resignation spiegelte auch Allegro in seinem Match gegen Majoros wider. Allerdings gelangen dem Dortmunder auch sehr viele Bälle an diesem Tag, die seinem Kontrahenten eben nicht glückten. So mussten Afanador und Szudi ihre Begegnung nicht mehr zu Ende bringen, auch da deutete sich eine Niederlage des Jülichers an. Datenbank

Mehr von Aachener Nachrichten