Barmen: Kammermusik von den Jungen Overbacher Solisten

Barmen : Kammermusik von den Jungen Overbacher Solisten

Im Frühjahr 2005 hat der Förderverein Jugendarbeit Haus Overbach als Veranstalter die Konzertreihe Overbacher Kammerkonzert — Junge Overbacher Solisten begründet. In dem jährlich im Frühjahr stattfindenden Kammerkonzert musizieren seither besonders qualifizierte Overbacher Instrumental- und Gesangschüler.

Darunter sind viele Preisträger bei „Jugend musiziert“ in beachtlichen solistischen Beiträgen. Das musikalische Spektrum reicht vom Barock bis zur frühen Moderne. Im Laufe der Jahre sind etwa 50 Instrumentalsolisten mit mehr als 20 verschiedenen Instrumenten und mehrere Sängerinnen aufgetreten.

Zu den Solisten der ersten Konzerte gehörte Oboistin Julia Hantschel, schon damals als fünffache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“, so auch als Bundespreisträgerin, ausgezeichnete Musikerin. Vielen Jülicher Musikliebhabern ist sie aus dieser Zeit noch als Solistin verschiedener Konzerte sowie als Oboistin der Bläservielharmonie Hambach und des Collegium Musicum Jülich bekannt.

Nach einer Aufnahme als Jungstudentin an der Musikhochschule Köln/Aachen studierte sie erfolgreich Oboe zunächst in Freiburg und Helsinki mit Abschluss Bachelor und anschließend in Basel mit dem Abschluss Master of Performance. Im kommenden Sommer wird sie den weiteren spezialisierten Master Solist abschließen.

Sie verfügt über vielfältige internationale solistische Erfahrungen, so bei Auftritten mit dem Neuen Zürcher Orchester, dem Bachcollegium Freiburg und der Southbank Sinfonia, London. Im Juni 2015 wird sie mit dem Sinfonieorchester Basel das Oboenkonzert von Bohuslav Martinu aufführen.

Julia Hantschel ist Preisträgerin des Förderpreises „Ex Aequo“ der Basler Orchestergesellschaft, des Orpheus Chamber Music Wettbewerbes für Kammermusik sowie diesjährige Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung.

Zum Jubiläumskonzert am Sonntag, 8. März, kehrt Julia Hantschel als Gastsolistin zum Overbacher Kammerkonzert zurück. Auf dem Programm stehen unter anderem das Oboenkonzert d-moll des italienischen Barockkomponisten Alessandro Marcello, und die neoklassizistische Oboensonate des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns.

Das Marcello-Konzert ist insbesondere durch seinen „Arrangeur“ berühmt geworden, nämlich Johann Sebastian Bach, der die Verzierungen auskomponiert hat. Die 1921 entstandene Sonate von Saint-Saëns gehört zu den schönsten und bekanntesten Werken für Oboe des 20. Jahrhunderts.

Partnerin von Julia Hantschel ist die als Solistin, Begleitpianistin und Kammermusikerin international erfahrene und in zahlreichen Meisterkursen, unter anderem bei Opernweltstar Thomas Hampson, als Klavierbegleiterin besonders geschulte Pianistin Alena Sojer, Basel.

Wie in den vergangenen Jahren bieten auch in dem Jubiläumskonzert Junge Overbacher Solisten ein sehr anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm. Mit einem Allegro von Antonio Vivaldi mit Fabian Schulte (Trompete), der Arie des Ruggiero aus der Oper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel mit der Mezzo-Sopranistin Susanne Keppel, Sonaten der Ba-rockkomponisten Johann-Christian Schickardt und John Loeillet mit Charlotte Pape (Alt-Blockflöte) und Philomena Pallaske (Alt-Blockflöte) und zwei Sätzen aus einem Konzert von Johann Joachim Quantz mit Cornelia Tölle (Querflöte) bilden Werke des Barock den Schwerpunkt des Konzerts.

Aber auch Freunde der Klassik und Romantik können sich mit dem Allegro Moderato aus der Sonate für Arpeggione von Franz Schubert mit Madita Rathmann (Viola), dem „Andante et Allegro“ von Guillaume Ballay mit Noah Hillinger (Trompete) und der „Scène de Ballet“ mit Annette Grooß (Violine) auf einen erlesenen Hörgenuss freuen.

Die Jungen Overbacher Solisten werden wie in den letzten Jahren von der renommierten Aachener Pianistin Ina Otte begleitet. Durch das Programm führt wieder Johannes Urban (Oboist der Bläservielharmonie Hambach).

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