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Konzert am Sonntag in der Propsteikirche: Kammerchor bringt Rossini zu Gehör

Konzert am Sonntag in der Propsteikirche : Kammerchor bringt Rossini zu Gehör

Die Petite messe solennelle von Gioacchino Rossini (1792 – 1868) ist am Sonntag, 27. Januar, in der Propsteikirche um 17 Uhr zu hören sein. Ein kammermusikalischer Projektchor aus Jülich (Kammerchor Jülich) singt die das neben dem Stabat Mater zweite große kirchenmusikalische Schöpfung Rossinis.

Die Besetzung dieses herausragenden Werkes scheint ungewöhnlich: Singstimmen, zwei Klaviere und Harmonium sind angelehnt an die neopolitanische Cembalo-Tradition des 18. Jahrhunderts. Das Attribut petite („klein“) ist bezeichnend für Rossinis ironisch-spöttische Art, in der er in einer Widmung an den lieben Gott schrieb: „Hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die opera buffa geboren. Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Tatsächlich erklingt mit der „petite messe solennelle“ fulminante Kirchenmusik mit opernhaften Charakter.

Für dieses außergewöhnliche Werk musiziert ein kammermusikalischer Projektchor aus Jülich (Kammerchor Jülich). Weitere Ausführende sind Dorin Rahardja (Sopran), Anna Fischer (Alt), Joaquin Asiain (Tenor), Thomas Bonni (Bass). Erstes Klavier: Theo Palm, zweites Klavier: Natalia Schmidt, Harmonium: Christian Werres. Die Leitung hat Christof Rück. Karten für je 10 Euro sind erhältlich bei Comouth, der Pfarrei Heilig Geist und den Chorsängern.