Jülich: Jülichs „Zehner“ verpassen daheim Zählbares

Jülich : Jülichs „Zehner“ verpassen daheim Zählbares

Eine Heimniederlage würde schmerzen, war vorab die Auffassung von „Zehner“-Trainer Michael Hermanns. Im Karl-Knipprath-Stadion traf sein Team auf den FC Düren 77. Und der nahm, völlig überraschend, mit einem 1:0-Sieg die Punkte mit. „Ein Remis wäre verdient gewesen“, sagte nach dem Abpfiff Jülichs Obmann Robert Musiol.

Der hatte zuvor kein überragendes Spiel erleb. „Die Chancen waren ausgeglichen, keine Mannschaft hat sich besonders hervorgetan“, ergänzte Musiol, der die „Zehner“ zwar über weite Strecken als optisch überlegen ansah, aber etwas Zählbares brachten sie nicht zustande. Vor allen Dingen auch deshalb, weil die Elf vor der Pause zwei Großchancen vergeben hatte.

Auch auf des Gegners Seite war nichts passiert. Düren beschränkte sich nach dem Wiederanpfiff auf die Torsicherung, kam zwar gelegentlich zu Kontern, doch auch die wurden, wenn überhaupt, zu zaghaft abgeschlossen. So hatte Jülichs Torhüter Dirk Räder einen ruhigen Tag. Personell war der Gastgeber stark geschwächt. „Wir hatten nur zwei Torhüter auf der Bank sitzen“, kommentierte der Jülicher Obmann die personelle Situation. Dagegen bot Dürens Trainer Jörg Frings fast alles auf. Dass der sich über das Tor des Tages in der Nachspielzeit freute — einen schnellen Konter schloss Marcel Krebs ab — ist verständlich. Dabei wäre Frings vor dem Anpfiff mit einem Punkt zufrieden gewesen.

Mit dem Dreier stabilisiert sich der FC mit nun 28 Punkten auf Tabellenplatz 9. Er liegt damit einen Platz vor den „Zehnern“, die durch die Niederlage weiteren Tabellenboden einbüßten. So dürfte das einzige Positive an diesem warmen Frühlingstag die Tatsache gewesen sein, dass sich die SCJ-Verantwortlichen mit Trainer Hermanns auf ein weiteres Trainerjahr einigten. Die nächste Pflicht führt ihn am kommenden Sonntag in die Eifel zum TuS Schmidt, während der FC daheim die SG Voreifel prüft.

(hfs.)
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