„Jugend forscht – Schüler experimentieren“: Jülicher Schulen überzeugen beim Regionalwettbewerb

„Jugend forscht – Schüler experimentieren“ : Jülicher Schulen überzeugen beim Regionalwettbewerb

Die Begeisterung über Mathematik, Informatik und Technik ist bei wissenschaftlich interessierten Kindern und Jugendlichen groß. Das zeigten wieder einmal die hohen Teilnehmerzahlen am Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“.

Insgesamt waren 70 junge Forscher aus Aachen und Umgebung ins Forschungszentrum Jülich gekommen, wo der Regionalwettbewerb ausgerichtet wurde. Die Jury musste sich zwischen 40 Projekten entscheiden.

Insgesamt war das Jülicher Land sehr stark vertreten. Die Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West, die Katholische Grundschule Jülich, das Gymnasium Haus Overbach, das Gymnasium Zitadelle sowie die Käthe-Kollwitz-Realschule Aldenhoven waren mit vielen Projekten zum 19. Regionalwettbewerb gekommen.

Jülicher stark vertreten

Die GGS Jülich-West belegte mit ihren verschiedenen Projekten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Plätze in unterschiedlichen Fächern. Sechs Mal reichte es für Platz 3. „Die perfekte Schlauchtrompete“ von Jonathan Paschke (9) schaffte es in der Kategorie „Schüler experimentieren“ im Fach Physik sogar auf Platz 1. Herausfinden wollte der Schüler, wie man aus einem Schlauch, einem Plastiktrichter und einem Trompetenmundstück am besten eine Trompete bauen kann. „Darauf sollte man alle Töne einer echten B-Trompete spielen können“, sagt er. Der junge Forscher probierte Schlauchtrompeten verschiedener Länge aus und maß dann deren Tonfrequenz. Am Ende baute er eine Ventil-Schlauchtrompete, mit der er Töne in mittleren Frequenzen spielen kann.

Jonathan Paschke (9) von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West belegte mit seiner „perfekten Schlauchtrompete“ in der Kategorie „Schüler experimentieren“ im Fach Physik den ersten Platz. Foto: Anke Capellmann

Das Haus Overbach glänzte ebenfalls beim Wettbewerb. Ein Projekt belegte den dritten Platz und zwei weitere jeweils den zweiten Platz. In der Kategorie „Jugend forscht“ im Fach Technik entwickelte Susanne Rütten (17) eine eigene Wildkamera, weil sie herausfinden wollte, ob in ihrem selbstgebauten Fledermauskasten auch Fledermäuse eingezogen waren. „Ich wollte auch herausfinden, wie eine Wildkamera konstruiert und programmiert werden muss, damit sie möglichst effektiv eingesetzt werden kann“, erzählt die Schülerin. Durch den Aufbau eines eigenen WLAN-Netzes über den Laptop oder das Smartphone kann die Kamera aus der Ferne gesteuert und ausgelesen werden. „Im Endeffekt habe ich die Kamera in der Nähe eines Schwalbennestes aufgehängt, um zu gucken, ob sie funktioniert.“ Innerhalb eines Monats konnte die junge Forscherin die Tiere vom Nestbau bis zum Ausfliegen der jungen Vögel beobachten.

Julian Scharr (16) vom Gymnasium Zitadelle ergatterte ebenfalls einen ersten Platz in der Kategorie „Jugend forscht“ im Fach Physik. Mit seinen Untersuchungen zu Helium-Nachweismöglichkeiten überzeugte er die Jury. „Ein solcher Detektor könnte sehr nützlich für Forschungseinrichtungen und Betriebe sein, um bereits Spuren von austretendem Helium nachweisen zu können“, sagt er. Seine untersuchten Ansätze sollen als Prototypen mit praktischen Tests untersucht werden.

Julian Scharr (17) vom Gymnasium Zitadelle kletterte mit Untersuchungen über Helium-Nachweismöglichkeiten und Detektor in der Kategorie „Jugend forscht“ im Fach Physik auf Platz 1. Foto: Anke Capellmann

Landeswettbewerb ruft

Alle Erstplatzierten dürfen jetzt zum Landeswettbewerb nach Essen. Für die Kategorie „Jugend forscht“ findet der vom 1. bis zum 3. April statt. Für die Kategorie „Schüler experimentieren“ geht es am 3. und 4. Mai nach Essen. Die Landessieger treten schließlich vom 16. bis zum 19. Mai in Chemnitz beim Bundesfinale an.

„Jugend forscht – Schüler experimentieren“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftliche und technische Bereiche zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 100 Wettbewerbe. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren.

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