Jülich: Jülicher Jugendparlament tagt wieder nach langer Pause

Jülich : Jülicher Jugendparlament tagt wieder nach langer Pause

Das Jülicher Jugendparlament hat sich in dieser Woche nach einer längeren Pause erstmals wieder zur „1. Großen Sitzung“ im Jülicher Rathaus getroffen. Zu Beginn ließ es sich der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs nicht nehmen, die Jugendlichen im großen Sitzungssaal zu begrüßen und ihnen die Wichtigkeit des Jugendparlamentes für die Stadt Jülich aufzuzeigen.

Er ist froh, dass nach der Pause wieder ein aktives Parlament da ist, und er forderte die Jugendlichen auf, Sachen einzufordern und sich eine Stimme in den Ausschüssen zu verschaffen, in denen sie einen Sitz haben.

Auch bei der Neugestaltung der Stadt Jülich, die mit einem Integrierten Handlungskonzept (IHK) angestrebt wird, wünscht er sich aktive Beteiligung. „Mit jenseits der 50 gehöre ich nun doch nicht mehr zur Jugend der Stadt Jülich. Dies ist eure Aufgabe, ihr müsst dort die Interessen der Jugendlichen vertreten.“, sagte Fuchs weiter. Für die eigentliche Sitzung ließ er die Jugendlichen alleine arbeiten. Bei Fragen und Problemen stehe er oder auch die Dezernentin Doris Vogel, die ebenfalls bei der Begrüßung dabei war, immer gerne zur Verfügung.

Das Jugendparlament besprach danach die Themen der Tagesordnung. Zunächst wurden einige Punkte der Satzung besprochen, die Delegierten für die unterschiedlichen Ausschüsse gewählt und über anstehende Projekte gesprochen. Jedes der Mitglieder des Jugendparlaments muss mindestens in einer Arbeitsgemeinschaft mitwirken. Als wichtigste AG stellte sich für die nächste Zeit die AG Öffentlichkeitsarbeit heraus — „schließlich möchten wir zeigen, dass wir wieder da sind“, sagte Sevdije Haxha, die zuständige Mitarbeiterin der Stadt fürs Jugendparlament. Hier werden in nächster Zeit Themen wie die Überarbeitung der Homepage, eine Facebook-Seite und regelmäßige Presseinformationen besprochen und bearbeitet.

Die Veranstaltung „Politik bei Kaffee & Kuchen“, die Ende Mai im Stadtteilzentrum die Jugendlichen mit Senioren zusammengebracht hatte, war ein voller Erfolg. Hier möchte das Parlament weiter dran arbeiten und in einer AG weitere Veranstaltungen in einem ähnlichen Rahmen planen. Die Idee einer Umfrage um die Wünsche und Ideen von Jugendlichen aus Jülich herauszufinden, wurde ebenfalls besprochen. Die genaue Ausarbeitung der Themen wird in den verschiedenen Arbeitsgruppen erfolgen.

Auch auf Landesebene haben zwei Jülicher Delegierte ein Mitspracherecht, beim Kinder- und Jugendrat NRW. Hier wurden Katharina Hertel und Eva-Marie Göbbels gewählt und als Vertreter Sylvester und Victoria Fuchs. „Man sieht, dass man da wirklich etwas erreichen kann. Man kann an etwas Großen mitarbeiten. Ich würde gerne weiter als Delegierte mitwirken“, sagte Katharina Hertel vor der Wahl. Sie ist schon ein langjähriges Mitglied im Parlament.

(jsy)