Jülicher Jakobusbastion wird Studienobjekt

Bürgerbeirat Jülich kümmert sich um das Festungsdenkmal : Jakobusbastion wird Studienobjekt

Besenrein und 3D-vermessen: das ist der augenblickliche Stand in der wiederentdeckten Jakobus-Bastion Jülich.

Nach anderthalbjährigen Aufräum- und Entrümpelungsarbeiten in der Jakobus-Bastion, besser bekannt unter „Getränkebastion“, durch den Bürgerbeirat Historische Festungsstadt Jülich e.V., in Person von Winfried Cremerius, ist der städtische Teil der Bastion jetzt von den Hinterlassenschaften des Vormieters nach über 15 Jahren in einen vorzeigbaren Zustand versetzt worden. Das teilte der Bürgerbeirat jetzt mit. Diese ehrenamtlichen Arbeiten wurden mit großem finanziellem und zeitlichem Aufwand geleistet. Dazu muss man wissen, dass es die am besten erhaltene Bastion der ehemaligen Wehranlagen der historischen Stadt Jülich aus der Mitte des 16. Jahrhunderts ist. Sie befindet sich nur noch zum kleineren Teil im Besitz der Stadt. Der größere Teil ist vor vielen Jahren in den Besitz der Kirche übergegangen.

Die Idee des Bürgerbeirates ist, diesen historischen Teil wieder zur Besichtigung für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und vor allem durch dringend benötigte Belüftung dem weiteren Verfall durch Staunässe entgegenzuwirken. Da es von Anfang an keine belastbaren Grundrisse und Baupläne gab, vermittelte der Historiker Guido von Büren ein Laser-Vermessungsprojekt an der TH Köln. Eine Studentengruppe der Abteilung Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege (IBD) von Prof. Dr.-Ing. Norbert Schöndeling unter der Leitung von Jost Broser war am vergangenen Montag mit modernstem Laser-Vermessungsgerät für einige Stunden vor Ort und hat diese Anlage innen und außen im 3D-Laser-Scan-Verfahren in eine Riesenmenge digitaler Daten verwandelt.

Aus diesen Daten lassen sich jetzt ganz genaue Pläne und ein dreidimensionales Modell der Bastion erstellen, das als Grundlage für die Schadenskartierung und die Maßnahmenbeschreibung für die Bestandssicherung dienen kann.