Jülich: Jülicher geraten am Kirchplatz bald auf Glatteis

Jülich: Jülicher geraten am Kirchplatz bald auf Glatteis

Klingt wie ein Witz, ist es aber nicht: Mutter, Tochter und Sohn gehen am Jülicher Kirchplatz vorbei. „Oh, guck mal: Die bauen eine Eisbahn“, sagt der Sohn und die Mutter schüttelt mit dem Kopf: „Nein, die bauen doch schon ab.“ „Schade“, sagen die Kinder.

Zu Unrecht, denn die Mutter liegt falsch. Die Eisbahn auf dem Jülicher Kirchplatz wird momentan aufgebaut. Abgebaut wurde sie unlängt auf dem Dürener Weihnachtsmarkt. Nun bringt Gastronom Gerhard Suhr sie erstmals nach Jülich. Eröffnet wird sie am Freitag, 12. Janaur, um 15 Uhr. Schluss ist dann, nachdem am 28. Januar die letzten Glatteis-Fans die Schlittschuhe ausgezogen haben.

„Ich bin da eigentlich aus Jeckerei drauf gekommen“, sagt Suhr auf die Frage, warum er Jülich aufs Glatteis führt. Mit Jülich habe er gute Erfahrungen gemacht, als er im vergangenen Frühjahr einen Biergarten am Ruruferradweg zwischen Tankstelle und Kirmesbrücke eröffnet hat. „Die Stadt tut was dafür, damit hier was passiert“, sagt Suhr.

Rücksicht auf die Kirche

Das nächste Ding ist also die kleine Eislauffläche im Schatten der Propsteikirche. Sie misst 10 mal 18 Meter und soll laut Suhr zwischen dem 12. und 28. Januar wochentags ab 15 Uhr sowie samstags und sonntags ab 11 Uhr geöffnet werden. „Auf die Kirche werden wir natürlich Rücksicht nehmen“, kündigte der Gastronom an, auf Musik zu verzichten, wenn in dem Gotteshaus Messen gefeiert oder Veranstaltungen gehalten werden.

Einmal Schlittschuhlaufen so lange man kann oder will kostet fünf Euro. Das Bereitstellen von Schlittschuhe ist inbegriffen. Rund um die Eislauffläche baut Suhr Elemente des Biergartens vom Ruruferradweg auf, die Getränkekarte ähnele der eines Weihnachtsmarktes, also Glühwein inklusive. Zudem verspricht er ein paar besondere Biersorten und nicht alkoholische Erfrischungen.

Den Biergarten an der Rur will der Gastronom im Frühjahr wieder aufleben lassen. Er hatte ihn zurückgebaut, um die Holzaufbauten nicht der Witterung und Vandalismus auszusetzen. Das Experiment sei ganz gut angelaufen. „Es war allerdings nicht der ideale Sommer für einen Biergarten“, sagte Suhr.

Aktuell plant er mit neuen Ideen für den Standort, womöglich die eine oder andere Veranstaltung. Ein Public Viewing auf dem Dürener Rathausvorplatz wird Suhr bei der Fußball-WM im Sommer nicht ausrichten. Vielleicht sei das — in deutlich abgespeckter Form — eine Möglichkeit für den Biergarten am Ruruferradweg.

(jan)
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