Jülich: Jülicher Berufsinfomarkt: Die Suche nach dem Job fürs Leben

Jülich: Jülicher Berufsinfomarkt: Die Suche nach dem Job fürs Leben

Jenny und Tina haben die Hände voller Flyer und den Kopf voll mit neuen Informationen über verschiedene Ausbildungsberufe. Und schon wieder kommen neue hinzu: Die beiden 17-jährigen Realschülerinnen sind vertieft in ein Gespräch mit einem Polizisten, der an diesem Tag einen Einblick in seinen Beruf gibt.

Die beiden Mädchen saugen alle Informationen auf, denn sie wissen: Der Weg in die Ausbildung ist nicht leicht. Das Angebot an Ausbildungsberufen ist riesig, viele junge Menschen wissen gar nicht, welchen Weg sie einschlagen sollen. Einen guten Überblick haben nun allerdings Jenny und Tina und die vielen anderen Schüler bekommen, die den Berufsinfomarkt in der Schirmerschule Jülich, der gemeinsam von den Städten Jülich und Linnich und den Gemeinden Aldenhoven und Titz veranstaltet wurde, besuchten. Bei der Berufsbörse informierten 27 Firmen und Unternehmen interessierte Schüler über die von ihnen angebotenen Berufsbilder, aber auch über Voraussetzungen, Chancen und Ausbildungsinhalte.

Unterschiedliche Methoden

Dabei setzten die Teilnehmer auf ganz unterschiedliche Methoden der Information. Neben Beamern, Flipcharts, Präsentationen, Filmen und Flyern, stand vor allem das persönliche Gespräch im Mittelpunkt. „Ich bin begeistert, wie intensiv viele Jugendliche in ein Gespräch mit Vertretern der Unternehmen eingehen. Das zeigt, dass sie sich Gedanken machen und der Berufsinfomarkt ihnen etwas bringt”, sagte Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp, der sich über die große Resonanz freute.

Denn das war nicht immer so. Zwölf Jahre lang richtete die Stadt Linnich die Berufsbörse in der Realschule Linnich erfolgreich aus, doch weil das Interesse der Jugendlichen immer weiter sank, gab es im vergangenen Jahr keine Neuauflage des Infomarktes. „Ich bin froh, dass der Berufsinfomarkt nun doch wieder als Veranstaltung der vier Kommunen stattfindet. Denn für die Schüler bietet ein solcher Markt die Chance, sich praxisnah über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren”, erklärte Witkopp.

Auf die Beine gestellt haben diesen Markt der Ausbildungsmöglichkeiten Frauke Ritz, Sonja Velden, Jenny Dohm und Anne Kremer, vier Auszubildende der Kommunen, die ein neues Konzept des Marktes entwickelten. Auch Heinrich Stommel, Bürgermeister der Stadt Jülich, freut sich über das Interesse der jungen Leute: „Junge Menschen bei der Berufsorientierung zu unterstützen, ist bereits seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen der Stadt Jülich. Nach wie vor sind viele Jugendliche am Ende der Schulzeit noch häufig ohne Ziel und mit der Festlegung auf einen bestimmten Beruf überfordert.”

Vor allem die verschiedenen kostenfreien Workshops fanden viele begeisterte Teilnehmer. Die Workshops brachten wertvolle Tipps rund um die Bewerbung - vom Foto bis hin zum Bewerbungsgespräch. Und an einigen Ständen konnten die Jugendlichen sogar direkt zeigen, was in ihnen steckt und mit technischen Werkstoffen unter Anleitung „hantieren”.

Gelohnt hat sich der Tag für Jenny und Tina in jedem Fall, sagen sie. Nun hoffen sie, dass es mit dem Ausbildungsplatz auch klappt.