Jülich: Jülich will den Theaterabonennten eine Serie von Komödien bieten

Jülich: Jülich will den Theaterabonennten eine Serie von Komödien bieten

Mit der Stadthalle als festem Veranstaltungsort und dem Start der Abo-Theaterreihe „Lachen“ will die Stadt Jülich nach Willen des Ausschusses für Kultur, Integration und Soziales in die Spielzeit 2013/14 gehen.

Für die Theaterreihe sollen im laufenden Jahr Haushaltsmittel in Höhe von 9000 Euro zur Verfügung gestellt werden, weitere 11.000 Euro für 2014. Die Refinanzierung soll über Eintrittsgelder beziehungsweise Abo-Gebühren erfolgen. „Wir wollen mit einer schwarzen Null abschließen“, formulierte Dezernentin Katarina Esser den Erwartungshorizont der Verwaltung.

Wie im Ausschuss weiter zu erfahren war, ist die Rückverlagerung des Kulturbüros von der Brückenkopf-Park GmbH in die Stadtverwaltung inzwischen abgeschlossen. Christoph Clemens, der Leiter des Kulturbüros, hat seine Stelle im Rathaus zu Jahresbeginn angetreten.

Neben der Theaterreihe für Erwachsene plant er eine Kindertheaterreihe, einen Kinderkultursommer, kümmert sich um das Kulturmarketing und betreut diverse Kooperationsveranstaltungen wie das Open-Air-Kino im Brückenkopf-Park.

Die einstimmig empfohlene Abo-Theaterreihe für Erwachsene unter dem Titel „Lachen“, widmet sich der Vielfalt der Komödien, da in der Vergangenheit die vorwiegend „leichte Kost“ sehr gut vom Publikum angenommen worden ist. Auf dem Spielplan für die beiden kommenden Jahre stehen:

Der vorläufige Spielplan

„Minna von Barnhelm“ von Gottfried Ephraim Lessing in einer Inszenierung des Landestheaters Dinkelsbühl.

„Mondlicht und Magnolien — oder wie ,Vom Winde verweht entstand‘“. Die Komödie von Ron Hutchinson wird ebenfalls vom Landestheater Dinkelsbühl aufgeführt.

„Gretchen 89 ff“ von Lutz Hübner wird von TheaterLust in Szene gesetzt.

Auch das Grenzlandtheater Aachen soll mit einer Komödie in Jülich gastieren, allerdings steht dessen Spielplan noch nicht fest.

„Nosferatu oder Der Brandner Kaspar“ heißt das Stück, mit dem das N.N. Theater seine künstlerische Visitenkarte in der Herzogstadt abgeben wird.

Termine können bis zur endgültigen Beschlussfassung durch den Jülicher Stadtrat nicht ausgehandelt werden.

Die Theaterreihe wird Gesamtkosten in Höhe von rund 20.000 Euro verursachen. Ziel ist es, Einnahmen in gleicher Höhe zu realisieren. Nach der einjährigen Abo-Pause muss allerdings noch abgewartet werden, ob es weitere Kündigungen gibt.

Sollte der Zuspruch wieder über durchschnittlich 220 Besucher ansteigen, empfiehlt die Verwaltung, die Theaterreihe auch 2014/15 fortzusetzen. Sinken die Besucherzahlen jedoch weiter, sei zu überlegen, die Theaterreihe im Abo einzustellen und Theateraufführungen nur noch als Einzelveranstaltungen anzubieten. Diese Entscheidung sei Ende diesen Jahres im Lichte der dann vorliegenden Zahlen zu treffen.

Bei der kurzen Diskussion im Ausschuss äußerte Matthias Hoven (CDU) sein Unbehagen bezüglich des finanziellen Risikos, das die Stadt mit der Theaterreihe eingehe. „Wir müssen den Abonnenten eine Perspektive bieten“, merkte dazu Katarina Esser an, die darauf hinwies, dass die Stadt bei Veranstaltungen immer ins Risiko gehe.

(ahw)