Jülich: Über 800 Interessierte bei der Fahrradbörse

Veranstaltung der Verkehrswacht Jülich : Über 800 Interessierte bei der Fahrradbörse

Das Interesse an der Tauschbörse der Verkehrswacht Jülich auf dem Verkehrsübungsplatz ist auch bei der 56. Auflage hoch.

Das goldene Jubiläum hat sie längst hinter sich – die Fahrradbörse der Jülicher Verkehrswacht ist ein echter Dauerbrenner. Zum 56. Mal öffnete am Sonntag der Verkehrsübungsplatz in Koslar seine Tore für Käufer und Verkäufer. Schon morgens um acht Uhr rücken die ehrenamtlichen Helfer der Verkehrswacht an, kochen Kaffee, tragen Stühle und Tische nach draußen und bereiten auch sonst alles vor. Um halb neun dürfen die ersten Anbieter, und zwar diejenigen, die mit der sprichwörtlichen Wagenladung vor der Tür stehen, auf den Platz.

Käufer sind früh da

„Das werden immer mehr, die mit einem ganzen Anhänger voll kommen“, berichtet ein Verkehrswächter. Auch die ersten Käufer rücken schon früh am Sonntagmorgen an, schließlich lässt sich hier sicherlich das eine oder andere Schnäppchen machen – auch wenn nicht jeder Verkäufer seinen Drahtesel für Kleingeld abgibt, bis zu 350 Euro reichen die Preisvorstellungen auf den handgeschriebenen Zetteln am Gepäckträger.

Doch solche Summen bleiben die Ausnahme, mit ein wenig Glück und Verhandlungsgeschick wechselt so manches Zweirad für wenige Euro den Besitzer. Wer mag, nimmt das frisch erworbene Fahrrad gleich mit zur Polizei – der Weg dorthin ist an diesem Sonntagmorgen ein sehr kurzer.

Gleich drei Beamte haben ihren Stand zur Fahrradregistrierung auf dem Verkehrsübungsplatz aufgebaut. Ein Angebot, das gerne genutzt wird, wie die Uniformierten berichten. So manch stolzer Fahrradbesitzer, unter ihnen immer mehr E-Bike-Fahrer, kommt eigens nur zu diesem Zweck zur Fahrradbörse.

Strom reißt nicht ab

Kurz vor Toreschluss, um elf Uhr, haben die Jülicher Verkehrswächter mehr als 800 Besucher auf der Uhr, und der Strom reißt nicht wirklich ab. Eine halbe Stunde Zeit bleibt Verkäufern und Schnäppchenjägern nun noch, um den Handel unter Dach und Fach zu bringen. Die nächste Chance, den nicht mehr benötigten Drahtesel an den Mann zu bringen, bietet sich im kommenden September – am 14. September öffnet die 57. Auflage der Fahrradbörse ihre Türen.

(brs)
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