Jülich hat jetzt eine Kinderfeuerwehr

Gründungsfeier : Jülich hat jetzt eine Kinderfeuerwehr

Auf Initiative von Nadine Debetz, Annika Ingenhaag und Nadine Meurer konnte zu Beginn des Jahres eine Stadtkinderfeuer Jülich ins Leben gerufen werden.

Da Kinder erst mit dem vollendeten 10. Lebensjahr in die Jugendfeuerwehr eintreten dürfen, ermöglicht das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) die Gründung einer Kinderfeuerwehr, in die interessierte Kinder bereits mit Vollendung des sechsten Lebensjahres aufgenommen werden können. Die jungen Frauen arbeiteten also ein entsprechendes Konzept aus, das dann auch auf Zustimmung traf.

Zur offiziellen Gründungsfeier traf man sich in diesen Tagen im Justinahaus in Güsten. Swen Henseler, Leiter der Jülicher Feuerwehr, begrüßte die zahlreich erschienenen Kinder mit Eltern, Gäste aus der Verwaltung und Politik sowie Freunde der verschiedenen Löschgruppen. Dezernet Richard Schumacher überbrachte mit Überraschungstüten im Gepäck den Gruß des Bürgermeisters. Mit einigen wenigen Worten stellten die von Henseler frisch ernannte Stadtkinderfeuerwehrwartin Debetz, sowie die zwei stellvertretenden Stadtkinderfeuerwehrwartinnen Ingenhaag und Meurer den Zweck und die Arbeit in der Kinderfeuerwehr vor.

Die Kinder sollen nicht nur das Helfen bei der Feuerwehr erlernen, sondern auch Kameradschaft und Teamarbeit erleben sowie Kontakte aufbauen und pflegen. Die Betreuung der Kinder übernimmt ein Leitungsteam von drei aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Jülich (Nadine Debetz, Annika Ingenhaag und Nadine Meurer). Unterstützt werden die Frauen von weiteren, zu Jahresbeginn festgelegten sechs aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Jülich ( Ane Stojanovic, Leon Schiffer, Yannik Weißenfels, Sarah Flücken, Christian Kreuzenbeck, Timo Stappenbeck) und 2 Eltern.

Außerhalb der Ferienzeit trifft sich die Gruppe mittwochs von 16.30 Uhr bis 18 Uhr im Gerätehaus Güsten. Auf dem umfangreichen Gruppenprogramm stehen unter anderem Kennenlern- und Gruppenspiele, Angebote wie Basteln, Malen und Werken, Besichtigungen von Feuerwehrfahrzeugen, Gerätehäusern, Berufs- und Werkfeuerwehren, Erste Hilfe für Kinder (z.B.: Besuch beim Rettungsdienst), Brandschutzerziehung, Themen und Aufgaben aus dem Brandschutzkoffer, gemeinsame Veranstaltungen mit der Jugendfeuerwehr Jülich, Ausflüge in einen Freizeitpark, Zoo, Tierpark, Indoor- und Outdoorspielplatz, in die Stadt oder zu Feuerwehr thematisierten Orte wie z.B. das Floriansdorf in Aachen und vieles mehr, Treffen mit anderen Kinderfeuerwehren aus der Region und ganz NRW.

Die Ziele der Kinderfeuerwehr wurden wie folgt formuliert: die Stärkung der Teamfähigkeit, des Zusammengehörigkeitsgefühls und der sozialen Kompetenz, das Einbringen eigener Stärken und Schwächen, die kindgerechte Vermittlung von Fachwissen und die Nachwuchsgewinnung für die Jugendfeuerwehr. Die 20 bereits angemeldeten Kinder wurden im Verlauf der Feier auf die Bühne gerufen. Hier erhielten sie dann ihre Westen mit der Aufschrift Kinderfeuerwehr Jülich und ein kleines süßes Begrüßungspräsent. Auf die Frage, warum sie denn in die Kinderfeuerwehr wollten, antwortete Nele: "Ich möchte in die Kinderfeuerwehr, weil mein Bruder in der Jugendfeuerwehr ist," und die kleine Leonie erklärte fest entschlossen: "Ich möchte in die Kinderfeuerwehr, weil ich später zur Feuerwehr möchte."

Als Gast trat Zauberer und Magier Patrik Mirage aus Aachen auf, der die Gäste ein ums andere Mal ins Staunen versetzte. Bei Bratwurst und Brötchen fand die Veranstaltung ihren Ausklang.

(ma.ho)
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