Jülich: Baken an Brücke verwirren Radler

Radwege im Jülicher Land : Baken an Brücke verwirren Radler

Wenn man als Fahrradfahrer an die „blaue Brücke“ in der Nähe der Rübenstraße kommt, so sieht man zunächst mal nur eines: viele Sperrbaken, scheinbar wahllos auf der Brücke verteilt. Ob oder wie man hier jetzt durchfahren soll, wird nicht wirklich ersichtlich.

„Diese Baken sind auf Grund der aktuellen Brückenprüfung aufgestellt. Dafür ist aber die Stadt Jülich zuständig“, berichtet Jörg Kenter von der Kreisverwaltung Düren. Martin Schulz, Dezernent der Stadt Jülich, erklärt, dass in diesem Zusammenhang der bisherige Brückenbelag aus Holz rundum erneuert werden soll.

Doch nicht nur die Rurbrücke, auch der Fahrradweg selbst wird erneuert. Der Kreis Düren hat beschlossen, dass der Radweg zwischen Aachen und Düren verbessert werden soll: Er wird neu geteert und auch teilweise verlegt. Bereits seit drei Monaten gibt es das Projekt Radwegerneuerung. „Der Premium-Radweg Richtung Aachen wird ertüchtigt“, erklärt Schulz. Laut Kenter soll der Weg von Altenburg auf einen Wirtschaftsweg der Zuckerfabrik führen und von dort auf den Ruruferradweg treffen. Die Baumaßnahmen sollen voraussichtlich noch bis Ende September andauern. Danach soll die Lage für Fahrradfahrer wieder übersichtlicher werden.

Doch nicht nur die Rübenstraße kann die Radfahrer im Jülicher Land in die Irre führen. Unsere Leserin Roswita Lingens nutzt oft den Ruruferradweg und bemerkte an der Waldstraße am Mechatronikzentrum, direkt bei der Rurtalbahn-Haltestelle Forschungszentrum, etwas Merkwürdiges: Nicht mal die Wegbeschilderung ist immer zuverlässig.

Wer von dort aus mit dem Fahrrad nach Jülich wollte und blind den Schildern vertraute, der stand in den vergangenen Wochen plötzlich mitten im Feld. Das Schild wies zwar in Richtung Jülich, allerdings entlang der Rurtalbahn-Trasse. Und da gibt es zwar viel Gestrüpp und Wildwuchs, aber keinen Weg.

Auf Nachfrage bei der Stadt Jülich wurde das Problem schnell erkannt und gleich behoben. „Der Fehler lag nicht bei der Stadt selbst“, sagt der Leiter des Tiefbauamtes, Robert Helgers. Eine Baufirma habe das Schild im Zuge von Baumaßnahmen herausgenommen und dann falsch wieder aufgestellt. Zunächst war dies niemandem aufgefallen.

Jetzt wurde es um 90 Grad gedreht. Wer jetzt von dort aus in Richtung Jülich oder Düren radeln möchte, darf wieder den Schildern folgen – ohne am Ende mitten im Gestrüpp zu landen.