New Orleans Heartbreakers : Da bleibt kein Herz ohne Knacks

Das war wieder ganz nach dem Geschmack der Freunde des klassischen Jazz, was in der Jülicher „Pulvermühle“ geboten wurde. Der Jazzclub Jülich hatte die „New Orleans Hertbreakers“ eingeladen.

Den fünf Musikern aus Köln gelang es spielend, die vielen Eindrücke und Phantasien, die sich mit dem Namen New Orleans verbinden, in ihren Interpretationen der Jazzstücke auszudrücken: Lebensfreude und Herzeleid in swingenden und karibischen Rhythmen und Melodien.

Schon bei den ersten Tönen war klar, hier jazzen Musiker mit Herz und Seele, bei denen die langjährige musikalische Erfahrung nicht in routiniertem Spiel erstarrt. Die Fähigkeiten mit dem Instrument und das Eingehen auf die Inspirationen des Nebenmanns machen es möglich, die eigene Freude am Jazz auf die Zuhörer zu übertragen.

Reiner Polz und Wolfgang Theiss legten einen rhythmischen Teppich, der vom Pianisten Philip Roesler wohltuend sparsam unterstützt und ergänzt wurde. In Soli wiederum zeigte er seine ganze Klasse und sein Einfühlungsvermögen in den Jazz des vorigen Jahrhunderts. Mit Christoph Schneichel an Trompete und Flügelhorn und Klaus Dau an der Posaune spielten zwei Frontliner mit bestem Verständnis für ein jazziges Zusammenspiel. Den gelungenen arrangierten Teilen standen herrliche frei Improvisationen gegenüber.

Beim anschließenden Jammen gab es wieder viel Spaß. Es ist immer belebend und anregend, mit solchen Könnern wie den „Heartbrekers“ gemeinsam zu jammen. Ein gelungener Abend, bei dem die „Heartbreakers“ so manches Herz gebrochen haben dürften.

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