Jülich: „Jamaika”-Trio: Prima Klima und null Hektik

Jülich: „Jamaika”-Trio: Prima Klima und null Hektik

Die Dame und die Herren scheinen überrascht über sich selbst. Die CDU freut sich über befruchtende „Querdenker” in den Reihen der Grünen. Die Liberalen sehen nach den ersten Wochen „Zahnräder, die wider Erwarten immer besser ineinander greifen” und meinen auch den ungewohnten Bündnispartner. Die Grünen nicken zustimmend. Zwischenmenschlich scheint die „Jamaika”-Kooperation in Jülich prima zu laufen.

Diesen Eindruck vermittelten Vertreter der „drei Farben” beim Redaktionsbesuch - Grün: Jürgen Laufs, Eva-Maria Kolonko-Hinssen, Gelb: Winfried Cremerius, Schwarz: Elmar Fuchs und Peter Capellmann.

Gut 130 Tage nach der Kommunalwahl und nach etlichen Zusammenkünften hält sich die Mehrheit im Jülicher Stadtrat aber inhaltlich noch ziemlich zurück. Zwei Kernpunkte, das ist es im Moment: Erstens die Sanierung und Attraktivierung der Innenstadt und zweitens ein professionelles Stadtmarketing, das endlich die vielen teils bundesweit beispiellosen Facetten der Herzog-, Festungs-, Forschungs-, Arbeits-, Solar- und Freizeitstadt unter einen Hut bringt.

Das will man erreichen. Elmar Fuchs, CDU-Stadtverbandschef: „Wir müssen Prioritäten setzen. Und die Innenstadt darf nicht weiter sterben.” Schließlich zerstöre eine zerstörte Innenstadt auch die Ortsteile.

In diesem Sinn sehen er und seine Kooperationspartner auch den Ratsbeschluss, die Sanierung der Düsseldorfer Straße trotz prekärer Finanzlage wie im letzten Jahr beschlossen zu realisieren. Das ist der Anfang, dem weitere Schritte folgen - auch „eher symbolische” wie die Attraktivierung des Schlossplatzes.

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