Jülich: Intensives Training für die Kriminalkomödie „Mord ist kein Zufall”

Jülich: Intensives Training für die Kriminalkomödie „Mord ist kein Zufall”

Ruhe und Entspannung bestimmten die Atmosphäre. Die Laienschauspieler der Bühne80 standen im Kreis, atmeten ruhig, mit geschlossenen Augen und hörten nur auf eines - auf Claudia Cormann-Wierschs Stimme.

Die Vereinsvorsitzende sorgte mit typischen Atem- und Entspannungsübungen für die notwendige Konzentration, sowie für das entsprechende Körpergefühl, das es zum Theaterspielen braucht.

Überzeugend spielen möchte das Ensemble auch bei den diesjährigen Aufführungen in der Stadthalle im Mai. Damit das klappt, hatten sich Schauspieler, Regisseur Bert Voiss, Regieassistentinnen, Souffleusen Lisa Wiersch und Kathi Kaduk, sowie die beiden guten Seelen des Vereins, Elvira und Matthias Scheidt, die das Ensemble mit reichlich Nervennahrung versorgen, zu einem Probenwochenende in Heimbach-Hergarten eingefunden.

Drei Tage, von Freitag bis Sonntag, übte das Team intensiv das, was sie schon monatelang einmal in der Woche geprobt hatten: das neue Stück, die Kriminalkomödie „Mord ist kein Zufall” von Erich Koch.

Neuregisseur Bert Voiss scheuch­te seine Schützlinge dabei ganz schön hin und her. Da wollten Laufwege eingeübt, Körpersprache, Mimik und Tonfall genauestens eingeübt werden. Und so ging es nach Entspannungsübungen gleich mit Konzentrationsübungen weiter.

Die Schauspieler liefen dabei zum Beispiel im Raum herum und zählten gemeinsam, so weit es ging. Die Schwierigkeit dabei, jeder durfte eine Zahl laut sagen, ein anderer die nächste, aber nie zwei Personen gleichzeitig. Passierte das, musste von vorne begonnen werden. Neuster Rekord der Gruppe: 22.

Auch Übungen zur Aussprache gehörten mit zum Probenrepertoire. Versprecher gab es natürlich trotzdem ab und an. Pensionswirtin Regina Küster (Claudia Cormann-Wiersch) etwa meinte: „Ein halbes Frühstück ist das ganze Leben.” Eigentlich sollte es heißen: „Ein gutes Frühstück ist das halbe Leben.”

So wurde trotz kräfteraubendem Proben auch viel gelacht. Neben solchen Wortdrehern sorgten auch Namensverwechslungen immer wieder für amüsiertes Kichern während der Proben.

Kein Wunder, denn die Geschichte, in die Kommissarin Lotta Eichhorn verstrickt ist, stellt sich als reichlich kompliziert dar. In Regina Küsters Pension ist offenbar ein Mord geschehen. Doch statt einer Leiche gibt es nur eine Tatwaffe. Nacheinander geraten gleich mehrere Gäste, sogar Max Küster (Henning Achenbach), Sohn von Regina Küster, in das Visier der Ermittlungen .

Ob Eichhorn die Nuss knackt, wird sich dem Publikum in der Stadthalle offenbaren. Die vier Aufführungen sind am Samstag, 12. Mai (20 Uhr), Sonntag, 13. Mai (18 Uhr), Freitag, 18. Mai (20 Uhr) und Samstag, 19. Mai (20 Uhr).

Vorverkaufsstellen sind die Buchhandlung Fischer, Die Fotografinnen und Rosengarten. Dort sind Karten zum Vorverkaufspreis von 7 Euro erhältlich, an der Abendkasse 7, 50 Euro.

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