Inden/Kreis Düren: Initiative für schnelles Internet auf der Zielgeraden

Inden/Kreis Düren: Initiative für schnelles Internet auf der Zielgeraden

Die Breitbandinitiative biegt auf die Zielgerade ein. Für immer mehr Haushalte im Kreis Düren ist schnelles Internet in greifbarer Nähe, wie ein Blick auf die DSL-Karte des Kreises zeigt.

„Wir haben bei dem Vorhaben, flächendeckend im Kreis eine Übertragungsrate von 16 Mbit anbieten zu können, bereits sehr gute Erfolge zu verzeichnen”, läutet Landrat Wolfgang Spelthahn die letzte Runde ein.

Noch aber sind die 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II nicht komplett abgerufen, noch können Kommunen Lücken auf ihrem Gebiet schließen, vorausgesetzt sie beteiligen sich - wie in der Initiative vereinbart - mit 50 Prozent an der Maßnahme. „Oft sind es schon vergleichsweise kleine Schritte, die ausreichen”, betont Spelthahn.

Aber mehr als das Geld anbieten, könne der Kreis nun einmal nicht. Paradebeispiel ist die am Montag vorgestellte Maßnahme in der Gemeinde Inden. Für etwas mehr als 56.000 Euro können jetzt auch Frenz und Lucherberg per Glasfaser an die Datenautobahn angeschlossen werden. Rund 1050 Haushalte profitieren von der Ertüchtigung des Netzes, die binnen fünf Monaten in Lucherberg und in zwölf in Frenz realisiert sein soll.

„Mit dem Ausbau ist die Gemeinde dann gut aufgestellt”, freut sich Indens Bürgermeister Ulrich Schuster, zumal die Ausbaupartner zugesichert haben, in Zukunft auch höhere Datengeschwindigkeiten zu ermöglichen. Schuster betont aber auch, dass der Ausbau ohne die Finanzspritze aus den K-II-Mitteln wohl Wunschdenken geblieben wäre. Mehrfach habe die Gemeinde in der Vergangenheit Gespräche geführt. „Wir konnten aber keines der Unternehmen begeistern”, spricht Schuster ein Phänomen an, das Landrat Spelthahn immer wieder beobachtet hat: „Ohne öffentliche Mittel scheuen die Anbieter in ländlichen Gebieten den ersten Schritt.” Deshalb ermuntert er noch einmal alle Kommunen, die letzten Gelder abzurufen. Denn um K-II-Mittel nicht zu verschenken, will der Kreis einen etwaigen Rest aus dem Internetprogramm im Dezember in andere Projekte umschichten.