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Ein Zufall zuviel: Polizistin kommt den verlorenen Zähnen auf die Spur

Ein Zufall zuviel : Polizistin kommt den verlorenen Zähnen auf die Spur

Ein bizarrer Anblick bot sich am vergangenen Donnerstag in Inden-Altdorf: Ein geparktes Auto war beschädigt, am Unfallort lagen mehrere menschliche Zähne. Jetzt fand eine Polizeibeamtin den Unfallflüchtigen.

Die Polizeibeamtin des Verkehrskommissariats hatte die Anzeige zur Unfallflucht am 29. Oktober in der Straße „An der Kippe“ auf den Schreibtisch bekommen – dazu die am Unfallort sichergestellten Teile einer Fahrradlampe und die Zähne. All dies hatte der Flüchtige bei der Kollision mit dem parkenden Auto verloren.

Außerdem landete eine weitere Anzeige bei ihr: wegen einer weiteren Unfallflucht. Erstattet wurde sie von einem 34 Jahre alten Mann aus Inden-Altdorf. Er hatte zu Protokoll gegeben, an jenem Donnerstagmorgen mit seinem Rad in Inden gegen einen Baum gefahren zu sein, weil er einem Roller ausweichen musste, der plötzlich von einem Seitenweg auf die Fahrbahn eingefahren sei. Angeblich sei der Rollerfahrer dann weitergefahren. Bei dem Zusammenstoß mit dem Baum wollte der Radfahrer zwei Zähne verloren haben.

Die auffällige örtliche und zeitliche Nähe der beiden „Unfallorte“ und der Umstand des Zahnverlustes ließ die Sachbearbeiterin aufhorchen und veranlasste sie, den 34-Jährigen im Rahmen ihrer Ermittlungen aufzusuchen. Es stellte sich heraus, dass es den angeblichen Unfall gar nicht gegeben hatte. Vielmehr war der Indener selbst der Unfallflüchtige des Geschehens in der Straße „An der Kippe“. Auch der Schaden an seinem Fahrrad passte mit der sichergestellten Fahrradlampe überein.

Der Indener gestand. Ihm wird nun nicht nur die Unfallflucht vorgeworfen, sondern auch das Vortäuschen einer Straftat.

(red/pol)