Inden: Schmutzwasser-Nachforderung bleibt umstritten

Zahlreiche Widersprüche : Schmutzwasser-Nachforderung bleibt umstritten

Die von der Gemeinde Inden erhobene Nachforderung für Schmutzwasser bleibt umstritten. Nach Informationen unserer Zeitung gibt es eine höhere Zahl an Widersprüchen.

„Wir sind weiter der Überzeugung, dass die Nachforderung nicht richtig ist“, sagte Herbert Schlächter, der Vorsitzende der UDB-Ratsfraktion. Gegen die Stimmen der UDB und von Bürgermeister Jörn Langefeld (parteilos) hatte die Ratsmehrheit aus CDU, SPD und Grünen die Nachforderung beschlossen. Die Bescheide wurden Anfang des Monats verschickt, Ende kommender Woche ist dem Vernehmen nach das Fälligkeitsdatum.

Grundlage des geltenden Ratsbeschlusses ist die Annahme, dass Anfang 2016 eine falsche Rückzahlung der Gemeinde an die vom Wasserwerk Aldenhoven versorgten Haushalte ergangen war. Das Werk hatte seinen Abrechnungsturnus geändert. Bis 2015 war der Zeitraum von Jahresmitte bis Jahresmitte, ab 2016 dann von Jahresanfang bis Jahresende. Der Ratsbeschluss basiert auf der Annahme, dass die Rückzahlung falsch war, weil die Anpassung an den neuen Abrechnungsturnus mit dem Zwischenschritt des Abrechnens der zweiten Jahreshälfte 2015 passiert sei.

Nach unseren Recherchen ist denkbar, dass die Rückzahlung Anfang 2016 richtig gewesen sein könnte, weil das erste Halbjahr 2016 gemäß des alten Abrechnungsmodus im Zeitraum 2015/16 veranschlagt worden war. Das würde bedeuten, dass mit der Rückzahlung der Gebühren für das erste Halbjahr 2016 die Umstellung auf eine Abrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember möglich gemacht wurde. Sollte sich das bewahrheiten, dann ist die Nachforderung möglicherweise nicht rechtens.

Kämmerer Michael Linzenich erklärte am Freitag, dass die Gemeindeverwaltung weiter von der Rechtmäßigkeit der Anfang Juni gestellten Nachforderung ausgeht.

Mehr von Aachener Nachrichten