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Baden verboten: In Barmen drohen 200 Euro Strafe

Baden verboten : In Barmen drohen 200 Euro Strafe

Die Stadt Jülich untersagt das Baden am Barmener Baggersee. Die Verwaltung sieht Kontrollen als notwendige Maßnahme, Coronaschutzverordnung einzuhalten. Viele reagieren verständnislos.

Die Stadt Jülich untersagt das Baden am Barmener Baggersee. „Die für Freibäder und alle anderen Badestellen geltenden Vorschriften sind am Barmener See unter den vorhandenen Rahmenbedingungen und mit dem vorhandenen Personal nicht umsetzbar. Daher bleibt die Badestelle bis auf weiteres gesperrt“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Schon in den letzten Wochen war der Zugang zum Badestrand während der sommerlichen Temperaturen mit einem Flatterband abgesperrt. Das Baden an anderen Stellen ist ohnehin untersagt, weil sich der See in einem Landschaftsschutzgebiet befindet. „Ein Zugang zum See an anderer Stelle ist damit ebenso verboten“, stellt die Verwaltung erneut klar. Und: „Die Erfahrung zeigt, dass der reine Appell an Eigenverantwortung und Eigenschutz leider oftmals nicht funktioniert. Zahlreiche Meldungen zu Regelverstößen, insbesondere am Barmener See, erreichen die Stadtverwaltung. Viele Menschen wünschen sich eine stärkere Kontrolle und mehr Durchgriff.“

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Dem will die Verwaltung nun Rechnung tragen. „Ich habe Verständnis für die Jülicherinnen und Jülicher, die gerne die Badestelle nutzen möchten. Mit Blick auf das Infektionsrisiko und zum Schutz der Gesundheit aller Menschen in unserer Stadt müssen wir die Schutzverordnung wegen dem Coronavirus auch an dieser Stelle umsetzen und die Badestelle weiterhin sperren“, sagt Bürgermeister Axel Fuchs (parteilos).

„Die Kontrollen gestalten sich schon jetzt schwierig und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Einhaltung der Regeln zu überwachen haben, sind leider auch vielen Anfeindungen ausgesetzt,“ berichtet er aus den Erfahrungen der letzten Wochen. Des Weiteren stellt Fuchs klar: „Wer weiterhin die Sperrung missachtet, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 200 Euro rechnen. Darüber hinaus werden Beleidigungen der Kolleginnen und Kollegen gegenüber der Polizei zur Anzeige gebracht.“

Nicht betroffen von den Verboten sind die Wanderwege rund um den See, die weiterhin für Spaziergänge genutzt werden dürfen.

(red)