Jülich: Immer mehr Jülicher lehnen Kanalprüfung ab

Jülich: Immer mehr Jülicher lehnen Kanalprüfung ab

Die per Gesetz vorgeschriebene Dichtheitsprüfung privater Kanal-Hausanschlüsse bringt viele Menschen in Wallung. Das haben zwei Fraktionen des Jülicher Stadtrates nicht erst bemerkt, als sie Unterschriften gegen den Untersuchungszwang sammelten.

Aber sie staunten schon ein wenig, dass bereits unterschriftswillige Bürger beim Aufbau des Standes auf sie warteten. FDP und die UWG Jül ziehen in der Sache an einem Strang: Sie sagen Nein und fordern die „sofortige Aussetzung der Dichtheitsprüfung in Jülich und in NRW”. Deutlich über 500 Menschen unterstützen diese Forderung mit ihrer Signatur, wie Clemens Schüssler (FDP) und Heinz Frey (Jül) informieren.

Die beiden Jülicher Ratsfraktionen verlangen, dass eine bundeseinheitliche Regelung geschaffen wird, ehe Nordrhein-Westfalen vorprescht. Und sie möchten, dass eine Jülicher Satzung wieder geändert wird. Die regelt bislang, dass ein privater Hausanschluss in der Straßenmitte endet. Liberale und UWG wollen aber, dass an der Grundstücksgrenze Schluss ist mit der Privatverantwortung. Dazu haben sie einen Antrag gestellt, über den die Kommunalpolitik noch vor der Sommerpause entscheiden muss. Das Antrags-Duo ist auf fremde Hilfe angewiesen.

Schüssler: „Die Stadt hält es wohl nicht für notwendig, sich zu wehren. Es gibt aber Städte, die das machen.” Nach dem Willen von FDP und Jül soll sich das ändern. Mit dem Nachdruck von Unterschriftenlisten kommen sie kaum nach.