Illegaler Drogenhandel in Jülich aufgedeckt

Durchsuchungsaktion : Große Razzia gegen Jülicher Drogenring

Der Polizei ist in Jülich ein Schlag gegen einen mutmaßlichen Drogenhändlerring gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen mitteilt, durchsuchte die Polizei am vergangenen Mittwoch 14 Gebäude in Jülich.

Im Fokus der Ermittlungen standen elf Männer aus Jülich im Alter zwischen 21 und 33 Jahren. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte die Staatsanwaltschaft, dass ein mutmaßlicher Ring von dieser Größe, der auf eine Stadt konzentriert sei, selten sei. Den Männern wird unter anderem vorgeworfen, Cannabis selbst hergestellt und per Post vertrieben zu haben. In der Wohnung eines 25-Jährigen fand die Polizei eine Cannabisplantage und rund 500 Gramm Cannabis vor, in der Wohnung eines 23-Jährigen stellten die Ermittler verkaufsfähiges Marihuana sicher, zudem fanden sie in dessen Keller weiteres Marihuana und Verpackungsmaterial, das mutmaßlich für den Versand vorgesehen war. Der Drogenversand per Post sei laut Staatsanwaltschaft eine allgemein schon länger zu beobachtende Vorgehensweise.

Weil die Beschuldigten aus Jülich das mutmaßlich ebenfalls schon über einen längeren Zeitraum so gehandhabt hatten, war ihnen die Polizei im Februar erstmals auf die Schliche gekommen. Die daraus resultierenden verdeckten Ermittlungen führten im Juli zu einem ersten Ergebnis.

Ein 21-Jähriger aus Jülich war demnach der Adressat einer größeren Cannabislieferung aus Kalifornien, die am Frankfurter Flughafen entdeckt worden war. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Mann Anklage vor dem Schöffengericht Düren erhoben. Wie groß der Drogenfund ist, den die Polizei am Mittwoch gemacht hat und welche Konsequenzen den Beschuldigten ins Haus stehen könnten, muss sich bei den weiterhin laufenden Ermittlungen noch ergeben.

Als Beifang der Razzia konnte die Polizei in einer der Wohnungen einen 31-jährigen Mann aus Aachen festnehmen, gegen den ein Haftbefehl wegen Drogenhandels vorlag.

(jan)