Jülich: Hunderte „Pänz” erobern KGS-Rohbau

Jülich: Hunderte „Pänz” erobern KGS-Rohbau

Die Kleinsten werden die Größten sein. Das gilt schon immer im übertragenen Sinne, für die Katholische Grundschule Jülich aber jetzt auch ganz praktisch. Wo am Dienstag der Richtkranz vor der strahlend-blauen Himmelskulisse wehte, werden im März satte acht Millionen Euro verbaut sein.

Damit schießt die Einrichtung derzeit bei städtischen Maßnahmen „den Vogel ab”. Bürgermeister Heinrich Stommel machte keinen Hehl aus seiner Überzeugung, dass diese Investitionen in den Nachwuchs bestens angelegtes Geld sei.

Außerdem sei seit vielen Jahren in der Herzogstadt in Übereinstimmung von Politik und Verwaltung der weitaus größte Teil an freien Finanzmitteln in Schulen und Kindergärten gesteckt worden.


Schüler- und Lehrerschaft bevölkerten am Dienstagvormittag die Baustelle und dort genau den Bereich, der später einmal das Pädagogische Zentrum - also Herzstück mit Glasfronten nach beiden Seiten - bilden wird. Am Dienstag war es halt noch ein Rohbau mit Beton-Optik und einem Behelfs-Treppengeländer aus Holz. Aber das reichte den Anwesenden, die vor ziemlich genau einem Jahr beim ersten Spatenstich noch vor einem Loch gestanden hatten.

Jetzt wird immer deutlicher, wie die neue KGS aussehen dürfte. „Ihnen und Euch ist die Begeisterung anzusehen”, deutete Verwaltungschef Stommel beim Blick in die Runde die strahlenden Augen der „Pänz”.

Die Arbeiten gingen nach anfänglicher Verzögerung durch einen juristischen Einwand und den harten Winter gut voran. Schulleiter Fred Reinartz dankte den Firmen und Handwerkern für das schon Geleistete. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass es so auch weitergeht.” Die neue Katholische Grundschule soll Ende März 2012 bezugsfertig sein. Dann folgt der finale Kraftakt: der Umzug.

Das Gebäude auf dem Gelände des Schulzentrums wird zwölf Klassen mit je einem Gruppenraum beinhalten. Dazu kommen zwei Klassen für die Offene Ganztagsschule, ein Selbstlernzentrum, eine Lehrküche, ein Musik- und ein Werkraum. Der nicht überdachte Innenhof wird ein Wasserspiel und einen Solitärbaum zu bieten haben, der rückwärtige Schulhof einen Blick ins Grüne mit Spielgeräten. Darüber hinaus entsteht im KGS-Komplex auch eine 1,5-fach-Sporthalle, die unterteilbar ist. Sie steht dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

„Vor einem Jahr haben wir nur das große Loch gesehen und gesagt: Da hinein wird eine Schule gebaut, auf die ich mich damals schon freute. Meine Freude steigt mit jedem Tag. Das wird eine tolle Schule”, erklärte Schulleiter Reinartz, der auch schon ein genaues Bild davon hat, wie die Inneneinrichtung aussehen wird. Der 8-Millionen-Euro-Neubau wird von einem der Bestandsgebäude am Schulzentrum aus beheizt, wo allerdings eine neue Holzpelletsanlage in Betrieb gehen wird.

Ist die KGS im Frühjahr umgezogen, können auch ihre Alträume saniert werden.

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