Barmen: Hubertusmesse Haus Overbach

Barmen: Hubertusmesse Haus Overbach

Traditionell wird die instrumental erklingende „Grande Messe de Saint Hubert“ von Jules Cantin (1874 - 1956) mit ihren Fanfaren, Glockenklängen, ihren Jagdhorntrios und feierlichen Märschen in Erinnerung des heiligen Hubertus von Lüttich um den Hubertustag am 3. November aufgeführt.

Um die Wende des 19./20. Jahrhunderts ersetzten die blasenden Hörner im Wald die fehlende Kirchenmusik, um die liturgische Messe feiern zu können. Heutzutage wird die Hubertusmesse meist in Form eines Kirchenkonzertes mit gottesdienstlichen Teilen aufgeführt.

Nicht so in Overbach: In der gut gefüllten Klosterkirche der Oblaten des hl. Franz von Sales (OSFS) war die „Grande Messe“ eingebettet in die Eucharistiefeier mit drei Patres, einem Bruder und einem Messdiener.

Himmlische Instrumente

Die „himmlischen Instrumente“ spielte das 1. Parforcehorncorps Mönchengladbach, geleitet von Josef Jennissen, die Orgel ließ Pater Manfred Karduck (OSFS) erklingen. „Wir sollen schöpfungsfreundlich leben, uns für eine gerechtere Welt einsetzen“, erklärte Pater Josef Költringer.

Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Bischof Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs, die gehegt und gepflegt werden sollen. Diese Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

(ptj)