Gold-Race in Jülich: Historische Autos starten in historischer Kulisse

Gold-Race in Jülich : Historische Autos starten in historischer Kulisse

Im Herzen von Jülich tummeln sich an diesem Samstag wieder die Oldtimer. Rund 100 der liebevoll restaurierten und gepflegten Autos werden beim 23. internationalen Gold-Race von der Zitadelle aus auf große Fahrt gehen. Veranstaltet wird die Rally vom MSC Huchem-Stammeln.

Besonders in diesem Jahr: Es haben sich überdurchschnittlich viele Lokalmatadore aus Jülich und Umgebung angemeldet.

Die Jülicher Fahrt zählt gleich für mehrere Meisterschaften unter anderem zum Euregio Classic Cup, der von Vereinen der Euregio ausgefahren wird. Die Teams treten in drei verschiedenen Klassen an: Etwa 10 Prozent fahren in der Königsklasse Sport, mehr als 30 Prozent in der Tourensportklasse um Meisterschaftspunkte. In der Touristikklasse finden sich alle restlichen Teams wieder. Hier steht die Ausfahrt mit Gleichgesinnten und der Spaß im Vordergrund.

Bei der Wertung der verschiedenen Klassen geht es allerdings nicht um Geschwindigkeit, wie Michael Gries, der die Moderation des Oldtimer-Events übernimmt, erklärt. „Auf der Strecke haben die Teams Aufgaben zu bewältigen und Streckenposten anzusteuern“, sagt er. „Je nach Klasse sind diese unterschiedlich schwer.“ So müssen die Fahrer zum Beispiel eine Kurzstrecke zwischen Lichtschranken in einer exakten Geschwindigkeit bewältigen oder ein Hindernis in einem bestimmten Abstand umfahren. Am Ende gilt: Wer die wenigsten Punkte hat gewinnt, denn wer bei den Aufgaben Fehler macht, kassiert Strafpunkte. Das beste Ergebnis wären daher null Punkte.

Über idyllische Straßen

Nach der Fahrtbesprechung im Veranstaltungszentrum der historischen Zitadelle beginnt die Fahrt der rund 100 Old- und Youngtimer hinter dem Hexenturm am Grünen Haus. Dort stellt Moderator Michael Gries Teams und Fahrzeuge vor, bevor sie um 9.30 Uhr im Minutentakt hintereinander auf die Reise geschickt werden.

Nach dem Start führt die Strecke die Teilnehmer erstmal in Richtung Selfkant, bevor es in die Niederlande geht. Am idyllischen Kloster Wittem gibt es ein gemeinsames Mittagessen, bevor es Richtung Ziel geht. Das wird dieses Jahr erstmals auf dem Jülicher Markt sein. Ab 15 Uhr ist dort mit den ersten Teilnehmern zu rechnen. Auch hier werden die Teams und ihre tollen Schätze dem Publikum vorgestellt und präsentiert. Wer die Fahrzeuge genauer betrachten möchte hat dafür ebenfalls Zeit, denn die Oldtimer bleiben für rund zwei Stunden auf dem Marktplatz und können besichtigt und fotografiert werden. Vom kleinen Fiat-Topolino von 1952 mit 15 PS, über den Chevrolet Stingray mit einigen hundert Pferdestärken bis hin zu einem futuristischen Citroen-Maserati gibt es viele unterschiedliche Modelle zu sehen.

Der Veranstalter unterstützt mit der Fahrt auch die Benefiz-Aktion „Lichtblicke“, die vom bekanntesten Leierkastenmann der Region auf dem Markt musikalisch vertreten ist. Im Anschluss geht es dann zurück zur Aula der Zitadelle, wo die Siegerehrung stattfindet. Insgesamt werden drei Gesamtsieger, einer für jede Klasse, gekürt.

 Wer auf die letzte Minute mit seinem Oldtimer dabei sein möchte, kann sich unter www.ori-sport.de anmelden. Es sind allerdings nur noch sehr wenige Plätze bis zum Limit von 100 Wagen frei.

(kim)
Mehr von Aachener Nachrichten