Diamantene Hochzeit : „Man muss sich zusammenraufen können“

Es war die „Liebe auf den ersten Blick“ erinnern sich Odilia und Hubert Prinz aus Kirchberg an den Tag ihrer ersten Begegnung. Da war Lia Prinz in Kirchberg bei Verwandten zu Besuch und war gerade auf der Straße mit dem Fahrrad unterwegs, als ihr zukünftiger Ehemann sie mit seinem Motorroller an der Weiterfahrt hinderte. Das war 1957.

Ein Jahr später, am 7. November 1958 standen die beiden in Broichweiden, wo die Jubilarin aufgewachsen ist, vor dem Standesbeamten. Die kirchliche Trauung folgte einen Tag später, ebenfalls in Broichweiden/Broicher Siedlung in der Pfarrkirche St. Barbara.

Geboren wurde Odilia Prinz am 7. Januar 1940 in Schleiden bei Aldenhoven, Hubert Prinz erblickte am 26. Oktober 1936 in Kirchberg das Licht der Welt.

Die gelernte Näherin arbeitete bis Mai 1959 in ihrem Beruf, nach der Geburt ihres Sohnes blieb sie zu Hause und kümmerte sich um Kind und Haushalt. Ihr Mann absolvierte eine Lehre als Betriebsschlosser bei der Kirchberger Firma Eichhorn, wo er bis 1960 arbeitete. Nach einer einjährigen Umschulung zum Elektroniker in Heidelberg schlug er sich einige Jahre mit verschiedenen Jobs durch, bevor er im Jahr 1966 als Außendienstler zur Allianz Versicherung wechselte. Dort arbeitete er sich bis zum leitenden Direktionsoberinspektor hoch, bevor der 1990 in den Ruhestand ging.

Hubert Prinz ist seit 67 Jahren Mitglied der Sakramentsbruderschaft Kirchberg, deren Brudermeister er von 1978 bis 1980 war. Im Jahr 1974 erhielt er die Schützenkönigswürde. Außerdem ist er – ebenso wie seine Frau – Mitglied im Heimatverein und bei der Seniorengruppe. Die Senioren treffen sich an jedem dritten Dienstag im Monat im Jugendheim Kirchberg, singen Lieder oder hören beispielsweise Vorträge von Hubert Prinz. Manchmal werden auch gemeinsame Ausflüge unternommen.

Gemeinsames Hobby der Eheleute Prinz ist das Schießen mit dem Luftgewehr, zudem verreisen beide sehr gerne, zum Beispiel in die Türkei oder nach Ägypten. 50 Jahre lang sind sie zuvor mit dem Wohnwagen unterwegs gewesen, davon allein 52 mal in einem ungarischen Thermalbad, wo sie bis heute Freunde haben. „Der Zusammenhalt auf so einem Campingplatz ist was ganz Besonderes“, sagt Lia Prinz. „Wir möchten die Zeit nicht missen“, ergänzt ihr Mann.

Stolz sind die beiden auf ihr Eigenheim in Kirchberg, das Hubert Prinz 1970 von Grund auf selbst gebaut hat.

Ein weiteres Hobby von Odilia Prinz ist die Handarbeit. Sie liebt es zu stricken, zu häkeln und Hardangerstickereien anzufertigen.

Das Rezept des Diamanthochzeitspaares für eine lange und glückliche Ehe: „Man muss sich auch zusammenraufen können.“

Die Lokalredaktion Jülich gratuliert ganz herzlich und wünscht den Jubilaren alles Gute auf dem weiteren Lebensweg.

(dol)
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