Jülicher Brückenkopf-Park: Hauptbühne mit Zeltdach ist Geschichte

Jülicher Brückenkopf-Park : Hauptbühne mit Zeltdach ist Geschichte

Die prägnante Konstruktion im Stadtgarten des Jülicher Brückenkopf-Parkes ist Anfang der Woche abgebaut worden. Pläne für neuen Veranstaltungsort im Park laufen.

Aufmerksamen Mitbürgern wird nicht entgangen sein, dass seit Montagabend das Veranstaltungszelt im Stadtgarten des Brückenkopf-Parks nicht mehr steht. Der Zahn der Zeit hatte auch an diesem Objekt genagt, so dass die Membran im Lauf der Jahre so porös und rissig geworden war, dass für 2019 laut Gutachten keine Betriebsgenehmigung mehr erhielt wurde. Folglich stand die Park GmbH vor der Wahl: Plane ersetzen oder einen Neubau realisieren, da ohne eine Überdachung keine oder schlecht Veranstaltungen, wie sie in den Jahren zuvor auf der Agenda standen, nicht mehr durchführbar wären.

Aufgrund des Handlungsbedarfs laufen zurzeit entsprechende Maßnahmen zur Genehmigung und Finanzierung eines neuen Veranstaltungsortes im Brückenkopf-Park. Das alte, so genannte Kuppelzelt, ging 1998 zur Landesgartenschau in Betrieb. Was zunächst nur als Provisorium angedacht war, entpuppte sich im Laufe der Jahre als nahezu ideale Lösung einer Lokation für weitere hochkarätige Veranstaltungen im Park.

Bekannte Stars tummelten sich dereinst auf der Bühne unter dem Zeltdach, das auf dem einstigen Waffenplatz des geschichtsträchtigen Brückenkopfes für 20 Jahre seine Heimat fand. Namen wie Jennifer Rush, Udo Jürgens, Monserat Caballé, Caught in the Act, die Kelly Family, Nena, Yvonne Catterfeld, Adel Tawil, Daniel Kübelböck, Mehrzad Marashi, Andrea Berg, Chris Barber, Heino, Christina Bach, De Höhner, Brings, Helge Schneider, die Paveier, die Bläckföös oder Uwe Hübner mit seiner Hitparade zogen Musikfreunde aus Nah und Fern.

Am Dienstag wurden die drei Tragebögen der Zeltkonstruktion zerlegt. Foto: Horrig

Auch die Liebhaber der Comedyszene kamen während dieser Zeit nicht zu kurz. Klangvolle Namen wie Mario Barth, Dieter Nuhr, Paul Panzer, Kaya Yanar, Herbert Knebel, Bernd Stelter, Nightwash, Cordula Stratmann, Atze Schröder, Jürgen Becker und Diddi Jünemann oder Jürgen B. Hausmann luden zum Happening des Humors ein.

Gut gefüllt wurde die Bühne durch die Musiker der Bundeswehr-Bigband, des Landes-Polizeiorchesters oder der jungen Philharmonie Köln, die jeweils musikalische Unterhaltung vom Feinsten boten. Weiterhin erwies sich das Veranstaltungszelt als Forum für weitere bekannte Stars aus den Bereichen, Comedy, Kabarett, Volks-, Orchester- und Chormusik, für Nachwuchskünstler oder für Talente, Gruppen und Vereine aus der Region.

Im Stadtgarten übernimmt jetzt die Natur wieder das Regiment. Foto: Horrig

Doch das ist nun Geschichte. Montagmorgen rückte Richtmeister Sebastian Passon von der Koblenzer Firma Tent Dimensions mit sechs Monteuren an, um das Veranstaltungszelt abzubauen. Zuvor hatten Mitarbeiter des Parks bereits die Bühne entfernt. Danach galt es, das Zeltkonstrukt abzulassen, um die rund 1200 Quadratmeter große Zeltmembran zu entfernen.

Laut Abfallverordnung musste die Zelthaut in 60 x 60 cm große Stücke geschnitten und in einem separaten Container entsorgt werden.

Die drei Tragebögen wurden am Dienstag zerlegt. Mit einem Gabelstabler mussten rund 200 Erdnägel herausgezogen werden, die mit einer stattlichen Länge von 1,20 m im Boden steckten.Der Abbau der Verankerungen der Abspannung setzte den Schlussakkord einer langen Erfolgsgeschichte.

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