Düsseldorf/Jülich: Grüne protestieren gegen Atommülltransporte

Düsseldorf/Jülich: Grüne protestieren gegen Atommülltransporte

Mit Schutzanzügen und Atemmasken bekleidet haben die NRW-Grünen am Freitag vor der CDU-Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf gegen die geplanten Castortransporte von Jülich nach Ahaus demonstriert.

Sie überreichten einem Vertreter des Bundesumweltministers und CDU-Landesvorsitzenden Norbert Röttgen rund 1.000 Unterschriften.

„Röttgen muss endlich einsehen: Die Menschen in NRW wollen diese unsinnigen und gefährlichen Transporte quer durch das Land nicht”, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Monika Düker.

Sie sprach sich gegen einen „Atommülltourismus” aus und forderte, die Brennelemente in Jülich zu behalten, bis eine Endlagerung feststehe. Der ehemalige Forschungsreaktor müsse ertüchtigt werden, um den Müll dort vorerst belassen zu können, sagte Düker.

Nach Angaben der Grünen sollen aus dem früheren Forschungsreaktor Jülich bei Aachen fast ein Jahr lang insgesamt 152 Castoren ins etwa 200 Kilometer nördlich gelegene Zwischenlager Ahaus transportiert werden.

Die CDU kritisierte die Protestaktion. Die rot-grüne Landesregierung sei in der Pflicht, für die Castorbehälter in Jülich ein Entsorgungskonzept aufzustellen, sagte CDU-Generalsekretär Oliver Wittke. Die Grünen wollten von ihrer eigenen Verantwortung ablenken, fügte er hinzu. Die CDU werde die Unterschriften an den Chef der Atomaufsichtsbehörden und Wirtschaftsminister, Harry Voigtsberger, weiterleiten.

Mehr von Aachener Nachrichten