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Jülicher Propsteikirche: Große Schar Christen strömt zum Priesterjubiläum

Jülicher Propsteikirche : Große Schar Christen strömt zum Priesterjubiläum

Gleich vier Konzelebranten begingen mit Pfarrer i.R. Heinrich Bongard dessen Goldenes Priesterjubiläum mit einer Festmesse in der Jülicher Propsteikirche.

Mit Blick auf die enorme Zahl der Messbesucher erinnerte Pfarrer Paul Cülter an die Zeit vor 50 Jahren, als es noch an der Tagesordnung war, dass etwa 1000 Gläubige am Sonntagsgottesdienst in St. Mariä Himmelfahrt teilnahmen. Heute würden sich diese in allen 16 Pfarreien des Pfarrverbunds kaum noch wiederfinden. Auch der Jubilar sprach den großen Wandel an, dem Gesellschaft und Kirche in den letzten beiden Jahrzehnten unterworfen gewesen sei.

Zunächst jedoch galten seine Gedanken den vielen treuen Wegbegleitern, den „Jahren, in denen wir versucht haben, den Glauben weiterzugeben“. „Mit in die Feier hinein“ nahm Pfarrer Bongard seine verstorbenen Eltern. In seiner Predigt blickte er zurück auf seine Anfänge als Kaplan in Alsdorf. Es war nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine Zeit des hoffnungsvollen Aufbruchs.

Es folgte ein kritischer Blick auf die aktuelle Situation der Kirche. Den Gegenwind, den man verspüre, habe man selbst erzeugt. Für die Zukunft solle man nicht in Aktionismus verfallen. „Lasst uns eine verständliche Sprache finden und uns nach Jesu Vorbild den Menschen zuwenden. Dann habe ich keine Angst um die Zukunft unserer Kirche“, riet Pfarrer Heinrich Bongard den Gläubigen. Der Kirchenvorstand überraschte ihn mit dem Geschenk eine großen Widmungskerze, die er sogleich anzündete. Im Anschluss traf sich die Festgemeinde zu einem Empfang im PZ des Gymnasiums Zitadelle.

(jago)