Goltsteinschule und Schreinerei bauen Nistkästen bei „Der frühe Vogel“

„Der frühe Vogel“ : Naturschutz und Berufswahl unter einem Hut

Schüler der Indener Goltsteinschule haben sich mit der Schreinerei Freialdenhoven an der Aktion „Der frühe Vogel“ beteiligt. Dafür haben sie gemeinsam Nistkästen gebaut. Eine Lehrstunde in Holzarbeit und Werkzeugen gab es inklusive.

Thomas Scheeren betreut bei der Indener Goltsteinschule den Übergang Schule – Beruf. Zwar arbeitet Scheeren selbst beruflich als Metallbaumeister, doch mit 13 Neuntklässlern fuhr er mit dem Bus zur Schreinerei Freialdenhoven ins Gewerbegebiet Pier an der B56. Die Bau- und Möbelwerkstatt beteiligt sich an der Aktion „Der frühe Vogel“, duch die das Tischlerhandwerk in NRW die heimischen Singvögel mit dem Bau von Nistkästen unterstützen möchte. Stefanie und Rainer Freialdenhoven, die die Schülergruppe mit dem Gesellen Marc Kamp und Alexander Wirtz, Azubi im dritten Lehrjahr, betreuten, hatten sich für den Bau von 24 Meisenkästen entschieden. Dazu hatte der Betrieb grobe Zuschnitte vorbereitet, die von den Schülern in die endgültige Form gebracht und am Ende zu fertigen Nistkästen zusammengeschraubt wurden.

„Das Sägen fand ich richtig cool“, sagte Annalena, die an einer der Arbeitsstationen Zuschnitte auf Länge gebracht hatte. „Das mache ich sonst nur im Technikunterricht oder beim Opa“, ergänzt Mitstreiterin Luneta ihre Erfahrungen mit den Arbeitsgeräten, wozu neben einer Handsäge auch Schmirgelpapier gehört, um das sägeraue Holz zu glätten. Eine Station weiter bedient ein Schüler eine große Standbohrmaschine, in die ein Forstnerbohrer gespannt worden ist. Der dient dazu, das kleine Einflugloch für die Meisen in die Platten zu bohren, die jeweils in eine Schablone gespannt werden. Weil da sehr viele Späne fliegen, wird dem jungen Mann anschließend ein breiter Besen in die Hand gedrückt. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz gehört schließlich auch zu den Erfahrungen, die die jungen Leute sammeln sollen. Weitaus kleiner sind die Löcher, die eine weitere Gruppe mit Akkuschraubern in den Einzelteilen vorbohrt. Dann funktioniert der spätere Zusammenbau der Nistkästen fast von selbst.

Hoch konzentriert

Die 14 und 15 Jahre alten Schüler sind hochkonzentriert bei der Sache, das Hantieren mit Werkzeug geht ihnen meist gut von der Hand, das Teamwork funktioniert, fachmännisch wird das Ergebnis der eigenen Arbeit am Ende begutachtet. Einzelne könnten sich sogar eine Lehre in dem Betrieb vorstellen, den sie von daheim aus zu Fuß erreichen könnten, wie einer einwirft. Gefreut über die werkelnde Schülergruppe hat sich auch Ulrich Bergrath vom Babu Düren, dem etliche Meisenkästen überreicht werden. Die übrigen nimmt die Gruppe mit, denn sie werden an der Goltsteinschule aufgehängt.

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