Kreisliga A: Geschwächter SC Ederen steht auf verlorenem Posten

Kreisliga A : Geschwächter SC Ederen steht auf verlorenem Posten

Dass es schwierig würde, mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft im Aufsteigerduell beim BC Oberzier zu punkten, hatte Ederens Trainer Georg Rothkranz bereits im Vorfeld geahnt.

Dass der SCE aber nach 90 Spielminuten mit einem 2:5 nach Hause geschickt würde, war ihm hörbar auf den Magen geschlagen. Daran dürfte auch sein Treffer zum 2:5 in der Schlussminute nichts geändert haben.

Dass er sich als 56-Jähriger noch selbst die Fußballschuhe anzog, um seine Schützlinge zu unterstützen, verdeutlicht ebenfalls, wie prekär die Personalsituation beim Aufsteiger ist.

„In den ersten 20 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Aber vor dem gegnerischen Tor fehlte dann einfach der finale Pass, oder es wurde zu ungenau angespielt“, resümierte der Gästecoach. Der lief noch knapp zehn Minuten selbst auf, weil keine einsatzfähigen Spieler mehr auf der Bank saßen.

„Unser Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Wir waren im Offensivbereich einfach gefährlicher“, benannte BC-Spielertrainer Daniel Ecker den Hauptgrund für den ersten Sieg. Dass dieser ausgerechnet vor den heimischen Fans eingefahren wurde, stärkte das Selbstbewusstsein beim Aufsteiger.

Chancen nicht verwertet

Der konnte sich ab der 72. Minute sicher sein, die ersten drei Saisonpunkte einzufahren. „Da führten wir mit 4:0, hatten die Partie jederzeit im Griff“, berichtete Ecker. Der bescheinigte den Gästen eigentlich auch einen guten Auftritt. „Aber im Gegensatz zu uns konnte Ederen seine guten Aktionen in der ersten Halbzeit nur bis zum Strafraum durchziehen. Aber dann war Schluss, die Chancen wurden nicht verwertet.“

Was Rothkranz mächtig ärgerte. „Aber ich muss auch anmerken, dass man aus dem Stand nicht gleich neun Stammspieler ersetzen kann.“ Auch wenn das nächste Spiel zu Hause stattfindet, der Gegner ist übermächtig. Denn schließlich gastiert dann der Spitzenreiter, der Türkische SV Düren.

(hfs.)
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