Aldenhoven: Gemeinsam für ein gutes Klima

Aldenhoven: Gemeinsam für ein gutes Klima

Es sind ehrgeizige Ziele, die sich Deutschland mit Blick auf den Klimaschutz gesetzt hat. Bis 2020 soll der Wert der Kohlendioxid-Emissionen des Jahres 1990 um 40 Prozent gesenkt werden. Wie können diese Vorgaben tatsächlich realisiert werden?

Axel Kahl, Vertriebsleiter der Energie- und Wasserversorgung (EWV), sieht in diesem Wettlauf vor allem zwei große Spieler: die Kommunen und die Energieversorgungsindustrie.

„Wir müssen sehr viel tun, um die Klimaziele zu erreichen”, weiß Kahl. Mit der Klimaschutz-Agenda 2020 unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima” will die EWV nun mit Kommunen zusammenarbeiten und ihre Ressourcen zur Verfügung stellen, um für kommunale Klima-Effizienz zu sorgen.

Als einer der ersten unterzeichnete Aldenhovens Bürgermeister Lothar Tertel den Kooperationsvertrag mit dem Energieversorger, der zunächst für drei Jahre läuft und den Ort zu einer klimafreundlicheren Kommune machen soll. Die Merzbachgemeinde bezieht als eine von wenigen Kommunen sowohl Wasser und Strom als auch Gas und Wärme von der EWV.

„Wir haben kein Geld”, stellt Tertel deutlich klar. „Also läuft es nach dem Mini-Max-Prinzip - mit wenig Mitteln das bestmögliche Ergebnis erzielen.” In den nächsten Wochen wird eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten der Verwaltung und des Energieversorgers die rund 40 kommunalen Objekte in der Gemeinde mit Blick auf ihren Energieverbrauch und ihre Nutzung auswerten und eine Prognose bis 2020 aufstellen.

Die Datenerfassung erfolgt über eine Software, die der Verwaltung kostenlos zur Verfügung gestellt wird - eine enorme Erleichterung für die Verwaltungsmitarbeiter. „Wir wollten die Flut an Daten schon vorher bändigen”, berichtet Baudezernentin Anita Klotz. „Aber wir bekamen nie genau die Ergebnisse, die wir brauchten.”

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